Weisen, der aus der menschlichen Mitte heraus denkt, wie handelt, der nichtleben kann wie er lehrt, weil er nur lehrt, wie er lebt, dessen Größe primärim Sein, nämlich darin liegt, daß er so ist, wie er ist, und dessen Einsicht alsselbstverständliche Frucht aus seinem Sein hervorgeht.
Uralte, verschüttete Einsichten werden damit lebendig. Keine Trainierung oderAbrichtung auf einen ganz speziellen erkennenden Trick befähigt zum Wissenum das Ganze des Menschen und der Welt, sondern ein Sein. Die großen Ge-danken kommen aus dem Herzen, und Erkenntnis, objektiv richtige, absolutgültige Erkenntnis ist dem heißesten Bemühen unerreichlich, sie ist Sache derGnade. (Edith Landmann, Die Transzendenz des Erkennens, 1923.)
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