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her handelt der erste Abschnitt von den ersten Dcnkgcsetzcnüberhaupt, und der zweite Abschnitt von den Denkgesetzcn(von dem gesetzmäßigen Denken) in Begriffen, Urt heile»,Schlüssen insbesondere.
Erster Abschnitt:
Die höchsten Dcnkgeseye überhaupt.
!. 50.
Da das Denken so viel ist, als mittelbares Borstellen, alsdas Verstellen eines Etwas vermittelst gewisser Qualitätsvorstellun-gen; da also dabei zu unterscheiden ist 1. ein Etwas, welches alsein näher zu Bestimmendes betrachtet wird, — das Subjekt,
2. die Qualitätsvorstellung, die als die Bestimmung einesSubjekts anzuschen ist, — das Prädikat — positive odernegative Prädikat, 3. die Vorstellung, wodurch das Prädikatauf das Subjekt bezogen wird, — die Kopel: so kann man vierDenkprodnkte unterscheiden, indem man nämlich 1. von einem Sub-jekte ein positives Prädikat, oder 2. ein negatives aussagt, oder
3. einem Subjekte ein positives, oder 4. ein negatives Prädikatabspricht, z. B.
1. A ist B.
2. A ist ein Nicht-B.
3. A ist-nicht B.
4. A ist-nicht ein Nicht-B.
Wir mögen nun aber ein positives oder negatives Prädikat inBeziehung auf ein Subjekt setzen oder aufbcben; so fühlen wirnus zuerst vor allem weitern Denken genötbigt, den Grund zuwissen, warum das Prädikat zu setzen oder aufznhebcn ist. Daher
§. 51.
1. Der Satz vom hinreichenden Grunde.
Der Satz vom hinreichenden Grunde als Denkgcsctz betrachtet,lautet so: „Setze kein Prädikat obne zureichendenGrund." Oder: „Sowohl rücksichtlich des Bejahens(Setzens), als des Verneinens (Aufhebens) richte dichnach einem zureichenden Grunde."
Wenn man etwas als wahrscheinlich behauptet, muß man zudieser Wahrscheinlichkeit einen zureichenden Grund haben, sowie zur Behauptung der Wahrheit oder Falschheit (oder viel-mehr zur vollen Gewißheit der Wahrheit und Falschheit) einesSatzes hinreichende Gründe erforderlich sind. Es gibt freilich auchsolche unzureichende Gründe, dse zusammen ge nommen einenzureichenden, gültigen Grund ausmachen; der Philosoph verwirftdann diese unzureichende Gründe deswegen nicht, weil sie wirklich zueinem zureichenden Grunde beitragen: aber auch hierbei ist cs ihmdoch eigentlich nur um den hinreichenden Grund zu thun. —
Fragt man: „Warum soll ich denn nur nach zureichenden Grün-