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V. D. GaBELENTZ END MEYER.
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Kopfes anzugeben, sagte mir der Eine: Haare, ein Zweiter: Haar-band, ein Dritter: Kumu oder surru (rothe oder schwarze Farbe,mit welcher die Papuas ihr Haar färben) u. dgl. m. Bezeichnungenabstrakter Begriffe zu erfahren, dazu erwies sich meine Einbildungs-kraft und meine Mimik nicht ausreichend. Es gelang mir nur wenigeVerba im Papua zu ermitteln: für die scheinbar einfachsten konnteich die Bezeichnung nicht erfahren. So ist mir z. B. für »hören«die Bezeichnung unbekannt geblieben, für »sehen« habe ich erst imvierten Monate meines Aufenthaltes ein Wort erfahren.
Auch fand ich bald, dass ich gewisse Laute der Papua-Spracheabsolut nicht nachahmen konnte. Ich versuchte es vergebens, undobwohl ich gut hörte, dass ein Unterschied zwischen meiner Aus-sprache und der der Eingeborenen war, konnte ich doch mit meinemSprachorgan die richtige Aussprache des Papua-Wortes nicht wieder-geben. Es Hessen sich aus diesem Grunde manche Ungenauigkeilenin der Wiedergabe der Papua-Wörter nicht vermeiden. Aber nichtblos das Sprachorgan verhindert eine ganz richtige Wiedergabe desfremden Wortes: das Gehörorgan spielt dabei auch eine wesentlicheRolle. Dasselbe fremde Wort wird von verschiedenen Individuenoft sehr verschieden gehört, und dazu kommt noch der Umstand,dass dasselbe Wort von jedem Eingeborenen etwas abweichend aus-gesprochen wird.
Fast ein jedes Dorf der Maclay-Küste hat seinen eigenen Dia-lekt. Eine Viertelstunde von einander entfernte Dörfer haben schonmehrere verschiedene Wörter (so heisst z. B. in Gorundu ein Steinubu, im benachbarten Bongu gitan, im ersteren die Zähne agi, imanderen kagi u. s. f.). Die Bewohner von Dörfern, welche zwei,drei Stunden von einander entfernt sind, können sich kaum mit ein-ander verständigen. Bei Excursionen von einer oder mehreren Tage-reisen brauchte ich zwei, ja zuweilen drei Dolmetscher. Nur ältereLeute kennen zwei oder drei Dialekte; um dieselben zu erlernen,verbringen sie einige Zeit in fremden Dörfern.
Es fiel mir auf, dass öfters die Eingeborenen manches Wort ihreseigenen Dialektes nicht kannten. In diesem Falle gingen sie zu denälteren Papuas, um die Benennung, die sie nicht wussten, zu erfahren.
Die Papua-Dialekte der Maclay-Küsle besitzen nicht blos über-einstimmende Wörter mit den melanesischen Sprachen, sondern es