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MELANESISCHE etC. SPRACHEN.
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anscheinend beträchtlich, aber ihre Beurtheilung wird durch Fragenwie die, ob auf- oder absteigende Entwicklung, sehr heikel.
Den Verlauf jener Entähnlichung werden wir uns nun wohl eherals einen raschen, denn als einen besonders langsamen zu denkenhaben. Von sprachbewahrenden Faktoren wie etwa einer Literaturoder einer mündlich Wort für Wort fortgepllanzte Liturgie u. dgl., istwohl bei den schwarzen Insulanern niemals die Rede gewesen, undwas dessen etwa bei Malaien und Polynesiern vorhanden war undzum Theile noch im Gange ist, mag der Weiterentwicklung der leben-digen Sprache kaum viel Hemmniss angethan haben. Ein friedlicheinsames Leben, wie solches in Island der nordischen Sprache zu-gute gekommen, wird kaum einem einzigen der uns beschäftigendenVölker beschieden gewesen sein. Aus den Beobachtungen eines un-glaublich raschen Sprachwandels bei gewissen wilden Stämmen,namentlich Amerikas, wollen wir keinen verallgemeinernden Schlussziehen; dass aber ein hordenweises Jäger- und Kriegerleben mitgelegentlichem Weiberraube zwischen Stamm und Stamm, dass fernerdas weitverbreitete Tabu-Wesen der Erhaltung der Sprachen nichtzuträglich sein könne — wer wollte das bezweifeln? An Massen-mischungen der Völker, deren zerstörenden Einfluss wir am Engli-schen, Persischen und so vielen anderen Sprachen beobachten, brauchtman dabei vorerst noch gar nicht zu denken.
Jetzt wollen wir also annehmen, es wäre diese Sprachverwandt-schaft ein Überkommniss aus der Zeit vor der Ragentheilung. Somüssen wir uns nach einer Analogie in anderen Sprach- und Völker-kreisen umsehen. Wir Menschen kaukasischen Schlages haben imNorden und Osten mongolenähnliche, im Süden schwarze Völker zuNachbaren. Allein eine Verwandtschaft unserer Sprachen, der indo-germanischen, der hamito-semitischen, der kaukasischen mit den finno-tatarischen oder den afrikanischen Negersprachen wird, wenn siewirklich bestände, schwerlich mehr nachzuweisen sein, weil die Tren-nung zu alt, die Entähnlichung zu gross ist. Der geläufigen Annahmezufolge ist gemeinsamer Ursprung der Nationen die gewöhnlichsteQuelle der Sprachverwandtschaft. Darum mussten wir diesen Erklä-rungsgrund zunächst in’s Auge fassen, — wir meinen, um desto ge-troster auf Nimmerwiedersehen von ihm Abschied nehmen zu können.
Wir schreiten im Prüfen der möglichen Hypothesen weiter, halten