Druckschrift 
[1] (1860)
Entstehung
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Die melanesisciien Sprachen.

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auch in Sprache, Sitten und Gebräuchen wesentlich von den Bewohnernder nächstgelegenen Inseln: sie sind klein von Gestalt, haben krausesHaar und scheinen sich sehr der Negerrace zu nähern.

Auf Erromango herrscht nur Eine Sprache, von welcher ein Dia-lekt im nördlichen Theil von Tana gesprochen zu werden scheint, denndie Einwohner aus dieser Gegend von Tana können sich mit denen vonErromango verständigen. Doch existirt unter einigen Stämmen im NOvon Erromango noch eine andere Sprache, die aber im Aussterben be-griffen ist und durch die allgemeine Sprache der Insel verdrängt wird.Einige Stämme im S. der Insel unterscheiden sich in der Aussprachedadurch von anderen, dass sie oft s sprechen, wo andere härtere Con-sonanten gebrauchen. So sprechen sie z. B. iras-sie st. irantie weswegen,nasivin st. nahivin Frau, wie sie überhaupt das h nur selten gebrauchen.

Der erste Versuch, in der Sprache von Erromango zu drucken, be-steht aus einem halben Bogen (7 S. 8°.), welcher in kurzen Sätzen bibli-sche Geschichten des Alten Testaments, namentlich von der Schöpfung,dem Sündenfall, Kain und Abel, Abraham, Isaak, Jakob, Joseph und sei-nen Brüdern, ferner das Vaterunser und das apostolische Glaubensbe-kenntniss enthält. Auf dem mir vorliegenden Exemplar, das mir nebstmehreren anderen der zu gegenwärtiger Arbeit benutzten Schriften vonHerrn E. Norris in London freundlichst mitgctheilt worden ist, ist beieinigen Wörtern am Anfang die Bedeutung übergeschrieben; dieser Um-stand , verbunden mit dem bekannten Inhalt der beiden letzten Stückehat es mir erleichtert, in das Versländniss der Sprache einzudringen undsowohl in lexikalischer als grammatischer Beziehung einigermassen einenEinblick in dieselbe zu gewinnen. Ausserdem habe ich noch benutzt:On ihe Personal Pronouns and Numerals of the Mallicolo and ErromangoLanguages, by Ihe Rev. C. J. Abraham, Chaplain io ihe Bishop of NeivZealand, mitgetheilt durch Latham in den Proceedings of ihe PhilologicalSocieiy. Vol. VI. London 1854., und ganz neuerlich ist mir, ebenfallsdurch die Güte des Herrn Norris, der handschriftliche Abriss einer Erro-mango-Grammatik von dem Missionär G. N. Gordon zugekommen, diezwar einen etwas verschiedenen Dialekt zu behandeln scheint, der ichindess u. A. die vollständige Aufstellung der Pronominal- und Verbal-formen entlehne.

§ 224. Ich gebe zunächst eine kleine Sammlung der gebräuchlich-sten Wörter, welche meine Quellen darbieten: