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Genie und Irrsinn.
Ebenso macht es seinerseits Baudelaire, der cs liebt,die Wirkungen des Alkohols oder des Opiums zu be-schreiben.
r „Es giebt Tage, an welchen mein Herz schwach ist
Und der Schlamm mich überwältigt,"
singt der arme Prags, den der Alkohol umbrachte, undindem er den Wein rühmt lästert er:
„Mag die Schande mich treffen, mag die Verachtungdes nüchternen Mannes und die Verachtung der Mensch-heit mich treffen; möge die Hölle des Ewigen Vaters kom-men — ich werde hinabsteigen mit dem Becher in der^ Hand."
Der Maler Steen, ein Säufer, malte immer Trinker.— Die Zeichnungen Hoffmauns wurden zuletzt Karrika-turen, seine Erzählungen unmenschliche Schwärmereien,seine Musik ein Durcheinander von Klängen.
L.. Ls LluWsb steht in den Damen von Madrid
> sowie Murger die Frauen mit grünen Lippen und gelben^ Wangen bewunderte; gewiß aus einer Art von alkoho-lischem Daltonismus, den wir am meisten ins Auge fal-lend bei den Malern wiederfinden. (Siche Seite 129.)
13. Fast alle diese, zum Beispiel Cardano, Lenau, Tasso,Sokrates, Pascal legten großen Wert auf ihre Träume,welche sicherlich bei ihnen ein energischeres und kräftigeresKolorit annahmen, als bei gesunden Menschen.
14. Viele haben zwar umfangreiche Hirnschalen, abervon unregelmäßiger Form, und sie enden, wie bei denWahnsinnigen, mit bedeutenden Veränderungen der Central-nerven. — Die Gehirnmasse Pascals war härter, als siees in normalem Zustande ist, und der linke Lappen war inEiterung übergegangen. — Rousseaus Gehirn zeigte Hydro-
1 pisie der Gehirnkammern. Der Kopf Villemains, den ich