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Genie und Irrsinn.
brünstige Gebete, Blumen und Lebensmittel darbringen.(Dubais, Dssorixt. ok tbs (inravt. x. 360.)
Gehen wir nun zu den Ägyptern über. — Bei denKopten finden wir lobt oder libi, d. h. begehrend, voneiner fixen Idee, vom Teufel besessen; woher das alte nmk-iidi (tinAsllnin) kommt, welches Rosst (Ketzin. aoMt.) inmnL (schlage, züchtige) und libi (Narr) zerlegt; Orapollo !spricht von Wahnsinn in Ägypten (I, 89) und von einer ^epidemischen Melancholie, von der diejenigen heimgesucht ^wurden, welche die Hunde sccierten und einbalsamierten. ,
Primer sagt, daß er auffallend anomale Schädel bet !
den Mumien gefunden habe, welche ihm zufolge, zweifellos !
den Wahnsinn beurkunden. Und daß derselbe noch immer !unter jener, jetzt zwar mehr gemischten, aber weniger civi-lisierteu Rasse verbreitet ist, das bekundete er ebenfalls, ^da er im Hospital zu Kairo, im April 1845, auf 35,000Einwohner 75 Wahnsinnige fand (Die Krankheiten desOrients, Erlangen 1847, Seite 305); eine ansehnliche Zahl,wenn man bedenkt, daß darin nicht die Santons (bald reli-giöse Monomanen, bald Narren) einbegriffen sind, die nichtnur in Freiheit leben, sondern Herren ihrer selbst und an-derer sind, und bewundert und nachgeahmt werden. Aberdas ist noch nicht genug; der Verfasser bescheinigt sowohl diehäufige und hartnäckige Epilepsie, als auch die gewöhnlicheGehirnhyperämie, welche vom Klima, von der Extase undden wütenden religiösen Tänzen, hauptsächlich aber von derFurcht hervorgerufen und unterhalten wird, denn die Furcht !bewirkt in diesen höchst reizbaren Gemütern eine besondereKrankheit, die ganz spezielle Heilmethoden erfordert. (Seite298 des oben citierten Werkes.)
Von dem Vorhandensein des endemischen Wahnsinnsunter den alten Hebräern und ihren Mitbrüdern, denPhöniziern, Karthaginiensern u. s. w. zeugt die Geschichteund die Sprache, in welcher dieselben Worte zugleich Pro-phet, Wahnsinniger, und Gottloser bedeuten. — Die Bibel