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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
Entstehung
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Genie und Irrsinn.

schem Lichte erleuchteter Häuser, die einen köstlichen Dust umsich verbreiteten, zu sehen behauptete und die Stadt Emmaschilderte, deren Einwohner zwei Nasen und zwei Münderhaben, einen für die gewöhnlichen und einen für die aus-gesuchten Speisen, und mit einem silbernen Kinn, goldenenHaaren, drei oder vier Armen und mit einem Beine, andessen Ende sich ein Rad befand, ausgestattet waren. (SieheL.NN. blück. 1876.)

Hierzu tragen nicht wenig die seltsamen Hallucinationcnbei; man denke zum Beispiel an die vierbeinigen undsicbcnköpfigen Tiere, welche Lazzarelti auf seine Fahnenmalen ließ. — Ein Irrsinniger verfertigte sich eine selt-same Rüstung um sich gegen seine Feinde zu schützen,wahrend einer seiner Leidensgefährten sich unaufhörlichmit der topographischen Aufnahme der Flecken beschäftigte,welche die Feuchtigkeit auf der Wand des Zimmers her-vorgcbracht hatte; später glaubte er in diesen Linien dieTopographie der ihm von Gott verliehenen irdischen Güterzu sehen. — Hierin liegt auch der Grund für die That-sachc, daß die Schwachsinnigen oft Proben von größererKunstfertigkeit ablegen als die geradezu Wahnsinnigen undTrübsinnigen.

4. Die Kunst der Wahnsinnigen weist noch andere eigen-tümliche Tendenzen auf, unter andern die Neigung, Schriftund Zeichnung miteinander zu verbinden und selbst nochin den Zeichnungen Shmbole und Hieroglyphen zu häufen;was nicht selten an die japanesische und indianische Ma-lerei und an die Wandzeichnungen der alten Ägypter er-innert; zum Teil haben diese Zeichnungen und die Arbeitender Geisteskranken denselben Ursprung. Es ist das Be-dürfnis, der Feder oder dem Pinsel zu Hilfe zu kommen-den Ausdruck derselben stärker und anschaulicher zu machen-da jedes der beiden allein nicht das Ungestüm oder die Hart-näckigkeit eines Gedankens auszudrücken vermag. Letzterestritt klar zu Tage in einem niir von Monti mitgeteilten