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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte
Entstehung
Seite
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80 Genie und Irrsinn.

und lasterhaften Weibe zusammen, aus welcher Verbin-dung ein Sohn von sonderbarein, launenhaften Charakterhervorging, der an den Folgen der Trunksucht starb.Dieser war der Vater eines Mannes, welcher so furchtsamwar, daß er schon beim Anblick einer Scheere davonflohund schließlich vom Wahnsinn ergriffen im Jrrcnhauseendete, nachdem er jedoch vorher drei Kinder gezeugt, unterwelchen sich ein gesundes, ein frühzeitig gestorbenes und anKopfwassersucht leidendes befand.

Diese Beispiele zeigen, wie leicht sich der Alkoholismusvererbt, wie er oft vom Großvater auf den Enkel übergehtund die unmittelbaren Kinder scheinbar überspringt. Wirfügen znm Überfluß noch ein letztes Beispiel hinzu.

B. Bert, war ein unverbesserlicher, unmäßiger Trinker.Er wurde vom Schlage gerührt und hinterließ einen ein-zigen Sohn, welcher seinerseits Vater eines Trinkers undunverbesserlichen Spielers und eines gesunden Menschenwurde. Diesem entsprang wieder L. R., eine hallucinirteNachtwandlerin, die sich mit dem gesunden G. verniählteund mit demselben erzeugte eine blödsinnige, eine hysterischeund eine epileptische Tochter. Den Kindern dieser un-glücklichen Ehe entsprangen dann ferner ein Kind mitverkrüppelten Gliedern und vier andere, welche im zartestenAlter starben.

Morel erzählt von einem Trinker, der sieben Söhne er-zeugte: der erste derselben wurde im zweiundzwanzigstenJahre seines Lebens vom Wahnsinn ergriffen, ein andererwar blödsinnig, zwei starben in den Kiuderjahren, einfünfter war launenhaft und menschenfeindlich, der sechstehysterisch, der siebente endlich war ein braver Arbeiter mitschwachen, reizbaren Nerven. — Ein anderer Trinker chatte16 Kinder, wovon 15 in zartem Alter starben; das Über-lebende litt an Fallsucht.

Es ist nicht gar lange her, als ein deutscher Richtermit einem Schüsse seine seit langer Zeit kranke Frau tötete