28 Genie und Irrsinn.
Kraft, welche auf das Gehirn und auf den ganzen übrigenOrganismus des Menschen einen mächtigen Einfluß übt.
Heine, welcher in seinen Briefen sich unfähig zur Be-schäftigung mit leichten Dingen bekannte, Heine, mit Blind-heit und tausend anderen Übeln geschlagen, Heine auf seinen:Sterbebette konnte nicht umhin, sein ästhetisch-cynischesLeben in würdiger Weise zu beschließen, indem er den:Pfleger, welcher ihn ermahnte, sein Herz zu Gott zu wenden,spöttisch erwiderte: „Oien ms ^urcionnsrn, e'sst soumstisr!" (Gott wird mir vergeben, denn das gehört zuseinem Handwerk).
Auch sagt man, daß Aretinus' letzte Worte gewesenseien: „Schützt mich vor den Mäusen, jetzt wo ich ge-salbt bin."
Als Malherbe schon dem Tode nahe war, konnte ercs dennoch nicht unterlassen, seinem Pfleger seine vielenVerstöße gegen die Grammatik vorzuwerfen. Seines Beicht-vaters Trostgründe wollte er nicht anhören, weil dieselbenin allzu schlechtem Stile vorgetragen wurden.
Des Grammatikers Bahours letzte Worte waren: „stsvais ou js vs. mourir: I'nu st I'nntrs ss ckissut."
Santenis wurde wahnsinnig vor Freude, als er end-lich ein Epitheton gefunden, das er lange vergeblich ge-sucht hatte.
Foscolo bekennt, daß er „in gewissen Dingen einegroße Thätigkeit entwickeln könne, dagegen aber in andernnicht nur weniger als ein beliebiger anderer Mann, son-dern sogar weniger als ein Weib oder ein Kind leistenkönne."
Es ist eine allgemein bekannte Thatsache, daß Corneille,Carthesius, Vergil, Addison, Lafontaine, Dryden, Manzoniund Newton kaum imstande waren öffentlich zu reden undsich fließend auszudrücken.
Nach Poissons Ausdruck war das Leben nur da, umMathematik zu treiben.