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1 (1777)
Entstehung
Seite
302
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ZO2 Sternkunde bey den Akademikern.

Witterungsregeln veranlaßt haben. Wir Europäer ha-ben uns erst seit eriva hundert Jahren auf dergleichenWetterbeobachtungen gelegt: und wir werden cs, unsererBarometer, Thermometer, Hygrometer und anderer nütz-lichen Werkzeuge ohngeachtet, vielleicht in einigen Jahr-Hunderten nicht so weit bringen, als es die Chaldäer undGriechen nach Jahrtausenden gebracht hatten.

§- i;.

Dis alten Schriftsteller und vorzüglich die Griechenpflegen immer von einem großen Jahre zu reden; aberdieß große Jahr ist bey einigen von ganz anderer Be-schaffenheit als bey andern: kurz, es giebt sehr viel gros-se Jahre, und wir müssen von ihrer verschiedenen Längenoch etwas melden.

Oden ist gezeigt worden, daß ein großes Jahr alle-mal in der Dauer einer besonder» Revolutionen gewisserGestirne bestehet. Aber die Alten verknüpften mir die-sem Begriffe eines großen Jahres auch noch andere aber-gläubische Märchen; und diese entstanden auf folgende Art:die Menschen, welche den Himmel zum Behuf des Acker-j baueö beobachtete», bemerkten anfangs, daß die jährliche

' Sonuenrevolution alle vier Hauptabwechselungcn zwar re-

^ . gelmäßig mit sich brachte, aber die kleinern Abänderun-

gen des Wetters, in Rücksicht auf die Trockenheit undNässe, folgten nicht in jedem Jahre gleichförmig; nuneigneten sie zwar dem Monde, in Ansehung seines ver-schiedenen Lichtes einen großen Einstuß zu: allein sie sa-hen ebenfalls, daß sich das Wetter nicht nach diesen Er-scheinungen richtete; und gleichwohl glaubten sie, daß,da die Hauptveränderung der Jahreszeiten periodisch wa-ren , die kleinern Ungleichförmigkeiten ebenfalls nach fest,gesetzten Perioden wieder kommen müßten; sie glaub-ten ferner, daß alle Veränderungen der Natur von jenenRevolutionen der Gestirne bewirkt würden, und daß dieganze Natur jedesmal zu sepn aufhorte, aber auch wieder

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