292 Sternkunde bey den Akademikern.
den Himmel der Fixsterne mitrechnek*. Aber dieß soll-te man kaum glauben, daß diese Verbesserung den Bey- ,fall des Arisrsrelcs, dieses zu seiner Zeit so großen Ge-nies, erhielt. Doch man muß aufdie übrigen Umstan-de seines Jahrhunderts Rücksicht nehmen: und dannist es eben kein Wunder, so was zu behaupten.
§- 9 -
Was die oben angeführte Verminderung des Win-kels der Sonnenbahn anbekriffk, davon kann Endsxusseine Kenntniß allerdings in Aegypten erlangt haben.Chevalier de Eolwiüe hat vor uns ebenfalls die Ge-danken geäußert, daß diese Verminderung den Aegnpti-ern bekannt gewesen seyn muß: denn er schloß dieses auchaus jener oben angeführten Tradition von der ehemali-gen rechtwinklichten Lage der Ekliptik gegen den Aequa-ror. Und es ist aus dieser, ohne Zweifel überaus alten,Tradition klar, daß gedachte Verminderung des Nei-gungswinkels der Ekliptik schon jenem ganz alten aufge-klärtem Volke bekannt gewesen ist.
Noch ist zu merken, daß Endtzxus die Bewegungder Knoten des MondeSwegeS gekannt hat. Er wußtesehr gut, daß der Mondenweg mit der Ekliptik spitzigeWinkel bildete, und daß diese Winkel oder die Durch-schnittSpunkte durch den Thierkreis stets in verkehrterOrdnung der Sternbilder fortrnckten** ***
Eudoxus hatte auch zween Bücher geschrieben:eines hieß, der Spiegel, und das andere, die Erschei-nungen. * ** Nach der Meynung des -Hipparck), zudessen Lebzeiten gedachte Schriften noch existirten, be-handelten beyde Werke im Grunde einerley Gegenstand.Sie bestandet« in einer Anweisung zur Kenntniß des ge-
siirn-
* Oe coelo. I.. II. Lomm. 46. 2ten Bandes.
Absch. g. §.2. ** I. c.
*** klomm, in l.. I. p. r/g.