M
266 Sternkunde bey den Pythagoräern,
den Polen befindlichen Luft; nun stießen sts aber beson.ders sehr stark an die Lust des NorpolS; daher mußte siedaselbst weichen und nach dem Südpol, wo sie wenigerWiderstand leiden durfte, gehen: also wurde die Luft-maste um den Südpol angehaust, unter dem Nordpolhingegen vermindert; die südliche Halbkugel der Erdewurde schwerer als die nördliche: und so mußte jenerhin-ab sinken oder in eine schiefe Lage gegen die Ekliptik ge-rathen *.
Er sagte ferner: anfangs bewegte sich die Sonne solangsam, daß ein Tag so lange als itzt zehen Monathe,dauerte: aber dann verminderte sich diese Dauer nachund nach bis auf sieben Monathe ; und daher kömmt esauch, fügt plucarch hinzu, daß die Zeit, zwischender Empfängnis; eines Menschen und seiner Geburt, sie.ben bis zehn Monathe dauert**. Dieser Schluß istsonderbar genug. Aber daß die alten Philosophen dafürgehalten haben, als ob sich die Gestirne anfangs aller-dings viel geschwinder, als heut zu Tage bewegt hatten,davon überzeugen uns auch andere Momente der Ge-schichte. Die Priester des Jupiters Ammon sagten:die Lange des Jahres vermindert sich nach und nach ohneUnterlaß, s
Uebrigens muß man die sonderbaren Meynungen die-ser Philosophen, welche die Wahrheit oft mit Fleiß ver-dunkelten , eben nicht nach aller Strenge beurthsileii.
Empedskles war anch Poetc: und inan eignet ihmein Gedichte zu, welches die Sphäre heißt, s s
Einige sagen, Empedskles sey keinesweges in denSchlund deö Aerna gestürzt: andere hingegen wollen be-haupten,
* Oe ?>ac. ?bilok. I.. II. c. 2O.
* * Oe ?!ac. pbllos. O. V. c. lg-
s Ebendaselbst von den Orakeln, welche nicht mehrexistircn.
s f IH'rcuu. Lidl. Zraec. I.. II. O. x. gl.