und Philosophen der jonischen Sekte. 251
zugeeignet*. Allein von einem Feinde muß man keineaufrichtige Nachrichten erwarten. Und Demokrit hatsich ja auch, wie die andere Griechen dieses Verbrechensschuldig gemacht.
Arraxagoras wurde auch deswegen, weil er diewahren Ursachen der Monfinsternisse gelehret hatte, ver-folgt. Denn man sagte: du willst der Macht unsererGötter vorgreiffen und Wirkungen, die sie allein Hervor-bringen, aus natürlichen Ursachen erklären?**
Man beschuldigte ihn ferner der Gotteslästerung unddes HochverrathS, weil er die Existenz eines einzigenGottes lehrte. Da ihm das Todesurtheil gesprochenwurde, sagte er: die Natur hat mich langst dem Todebestimmt; und was meine Kinder aubetrist: da zwei-felte ich, als ich ihnen das Leben gab, ebenfalls nicht,daß sie einmal sterben würden. Allein sein Schüler pe-tiklcs verthejdigte ihn und machte sein Todesurtheil un-giitig. Daher wurde Anapagoras, nebst seinen Kin-dern nur aus dem Lande verwiesen.
Des Archelaus, des letzten Philosophen der joni-schen Sekte, müssen wir nur deswegen gedenken, weiler eins Ähnlichkeit zwischen der Sonne und den Sternenbehauptete: denn nach seiner Meynung war die Sonnenur größer als die übrigen Sterne. AnaxaMras undAr che laus verlegten ihre Schule nach Ach^m. UndAchs» wurde von nun au der berühmte Sitz so vorkres-licher Philosophen.
** /'/«rsrcörtt. In §. 9.
Achter