i94 Sternkunde bey den Aegyptiern?
alten ausgerotteten Volkes gesammlet, und den Grundzu seinen astronomischen Kenntnissen gelegt. Daher zeig,te er den Aekhiopiern die verschiedene Einteilung desThicrkreiseö: er wicß ihnen nämlich, daß man ihn ausverschiedener Absicht, bald in zween, bald in vier, zwölf,oder auch in sechs und dreyßig Thsilc theilen konnte; denndie letzte Eintheilung beziehet sich, wie leichte zu erachtenauf die dritte, indem sie jedes der zwölf himmlischen Zei-chen wieder in drey Theile zerfällt. Ueberdieß zeigte erihnen auch die Nothwendigkeit der astronomischen Be-obachtungen : er war selbst ein Beobachter; denn dieAlken benachrichtigen uns wenigstens von einer einzige»,die er angestellet hat: ich meyne die Beobachtung derEntfernung des Ochsenauges von dem Punkte der Früh-lingönachtgleiche^. 'Auch scheint es, als ob er das Mon-denjahr verbessert und berichtigt habe. Denn er durftenur zu dem gemeinen Mondenjahre »och fünf Tage, wel-che während zwölf Monden übrig blieben, Hinzuthun.
Die äthiopischen Priester, welche, wie bereits gesagtworden ist, ihren Ursprung und ihre vortheilhaften Aem-ter dem Hermes zu verdanken hatten, pflegten in derFolge die Resultate ihrer neuern astronomischen Beobach-tungenebenfalls in dieStelen oder in die steinernen Tafelnzu graben: also wurde das Andenken dieses Hermesoder Stcles stets unterhalten; man eignete alles wasauf diesen Tafeln geschrieben war, dem Hermes zu;die Acgnptier hielten diese Nachrichten und Lehren allefür Erfindungen des Thoth: lind man sichet leichte,warum inan dem Thoth, Hermes oder Merkurürseine so erstaunende Menge von Erfindungen großerDinge und Bücher, die sie geschrieben haben sollen,zueignet *
§. s.
* atcn Band. 4. Ab sch. §. 4.
** Ebendas. Absch. 2. §. iz- - 4 -