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1 (1777)
Entstehung
Seite
188
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183 Sternkunde bey den Aegyptiern.

Schenkeln des Nils ein großes Land entstanden sey. * Esist aber auch aus andern Gründen gewiß, daß wenig-stens Niederagypten sehr spat angebauet worden sein,muß. Denn die Überschwemmung des Nils war nochlange Zeit darnacb daselbst viel zu groß, als daß mansich von dem Ackerbaue einigen Nutzen hatte versprechenkönnen. Also schickten die Aethiopier ihre übcrstüßigenMenschen, nach deren Vermehrung bloß nach Oberägnp-ten. Und diese Pstanzvölker wurden endlich selbst einegroße Nation.

§. r-

Ettcian, welcher seine uns hinterlastene Nachrichtenohnsehlbar aus mündlichen Ueberlieferungen gesammletund ausgezeichnet hat, behauptet dieses höhere 'Alker derAethiooier vor den Asgnptiern, ausdrücklich, und machtdie erstem zu altern Philosophen als die letztem. Wirmüssen hierbei) die Anmerkung machen, daß Luciaudie Wissenschaften beynahe aus eben die Art, wie wir,entstehen und von einem Volke zum andern forkgehenläßt. Er führt die Philosophie redend ein und diesespricht:Anfangs gieng ich zu den Indianern: dieseüberredete ich, daß sie von ihren Elephanten Herabstie-gen und meine Bekanntschaft suchten. Dann besuchteich die Aethiopier. Aus diesem Lande zog ich nach Aegyp-ten hinab und unterrichtete die Priester und Prophetendieses Landes in göttlichen Dingen. * *

Der indianische Name, mit welchen ehemals Äthio-pien belegt ward, wie auch die Gynnosophisten oder dieBraminen, die man daselbst eben so wie in Indien an-trifft, geben deutlich zu erkennen, daß diese so weit voneinander abgelegenen Völker einen gemeinschaftlichen Ur-sprung

* O.-Ot/oE p.it>. III. gzy.

** IrsLI. cls ^ckrologls. und Xlemoires äe

cles Inlcriprion«. 1'. XXXI. p. Hg.