l 16 Von der Sternkunde nach der Sündfluth.
weil der Berg selbst gleichsam zu brennen schien. Danun das Gestirne des großen Bares oft durch den, zuwei-len matten, Glanz des Nordlichts schimmerte: so beleg-ten die Chineser gedachte Erscheinung selbst mit dem Na-men der PekouS oder der nordischen Sterne.
UebrigenS sagt man auch, daß die Chineser damalsdie nächst zukünftige Kayserin, aufdie das Reich erblich fal-len würde, in ihren Sternverzeichnisten an diese nordischeGegend des Himmels gesetzt hätten: und auf solche Artkönnte man jenen Tempel, als ein, der göttlichen Ver-ehrung dieser Prinzessin, gewidmetes Gebäude betrachten.
Wenn man uns mehrere Schwierigkeiten aufzusuchenerlaubt: so müssen wir noch bemerken, daß bey den Chi-nesen, das Nordlicht eiue überaus seltene Erscheinung sennmuß: denn da es nicht gar sehr hoch über der Luft ent-stehet : so können es die Chineser wegen der Rundungdes Erdballs selten oder gar niemals sehen. Pater pa-renmn bemerkt auch in der That, daß er während sei-nes zwey und dreyßigjährigen AuffenthaltS daselbst nieeine,dem Nordlicht ähnliche Erscheinung, gesehen habe.*
Hieraus erhellet nun sattsam, daß diese Erscheinungfür die Chineser gar keinen Bewegungsgrund zu derglei-chen göttlichen Verehrungen abgeben konnte: und es istvielmehr wahrscheinlich, daß diese Religion, die dasNordlicht und die nordischen Sterne anbeten lehrte, voneinem alten Volke ursprünglich aus Norden, wo dasNordlicht allerdings sehr oft und majestätisch erscheint,nach China gebracht worden seyn mag.
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Es scheint auch, als ob sich die Naturgeschichte mitder Geschichte der Sternkunde, um diesen nordischen Ur-sprung der mehresten Wissenschaften gemeinschaftlich zubezeugen, vereinbare. Ein Philosoph, welcher, um
die
* I^r. I'rsite Üe I'suiore boresle. x. 464.