los Von der Sternkunde nach der Sündfluth.
sind, nahm irgend einen Begriff von den, dem Unter-gänge in der Sündsiuth entrissenen, Kenntnissen mit sichin ihre neuen Wohnpläße. Allein, diejenigen asiatischenNationen, die in den Wohnplatzen der ersten Menschenselbst zurückdiieben, hakten sich, so Zusagen, doch ambesten in diese Erbschaft getheilt. Erstcre hatten nichts,als mündliche Überlieferungen vor sich: letztere hinge-gen noch über dieß die Denkmäler selbst. Denn wirglau-ben, daß die Beobachtungen, oder die Resultate dersel-ben , wie auch die astronomischen Regeln, und alles inSteine eingegraben war: und die Tradition, welche sichnach der Sündfluth erhielt, wurde aus Nachrichten ge-nommen , die man nach der Sündfluth auf rückständi-gen Denkmälern geschrieben fand. Diese Nachrichten,diese Regeln, welche in hieroglyphischen Zeichen geschrie-ben, und ohne Zweifel sehr abgekürzt waren, wurdenvon keiner Erklärung begleitet: das Andenken davon er-hielt sich, der Nutzen hingegen, oder der Gebrauch giengverlohren. Daher kömmt es, daß man noch bey denIndianern so viele Regem ohne Erklärung, und bey denChaldäern so viel Zeitrechnungen ankraf, wovon mandieVorcheile nicht kannte. Mit einem Wort, man fand,wie wir schon gesagt haben, vielmehr die Trümmer alsdie Anfangsgründe einer Wissenschaft.
Es hat den Anschein, als ob die Menschen vor derSündfluth, da sie neue Zeitrechnungen und Revolutio-nen entdeckten, die Anzahl dieser verflossenen Revolutio-nen seit der Epoche ihres Daseyns berechneten, so, daßst^ nach irgend einer Zeit beständig sagen konnten: essind so viel Tage, so viel Monden, so viel Sonnenre-volutionen, so viel Perioden der Sonn-und Mondver-stnsterungen u. s. w. verflossen. Diese verschiedene Zah.len wurden vielleicht aus verschiedene Denkmäler geschrie-ben. Jede Colonie, die sich nach der Sündfluth von
den