Von der Sternkunde vor der Sündffuth. 91
gethan werden, das Jahr 4716, vor der christlichen Zeit-rechnung, zur Epoche des morgenländischen Herkules.
Man stehet wohl, daß diese Epochen der Bestim-mung des Sonnenjahres, der ersten Abtheilung desThierkreiseö und der Zeit, da der morgenländische -Her-kules lebte, nicht anders, als mit Verfehlung einigerJahrhunderte geschaßt werden können: doch die Verschie-denheit von zwei) oder drei) Jahrhunderten laßt noch alle-mal eine Art von Uebercinstimmung in diesen EpochenStatt finden. Arif solche Art könnte man also die Zeitdes Jahrs 4700 und die benachbarten Jahrhunderte alsdie Zeit betrachten, in welcher die Astronomie blühete,und in welcher diese verschiedenen Entdeckungen gemachtwurden.
Es ist kein Zweifel, daß die Nation, welche dieSternkunde bis aus diese Stufe der Vollkommenheit ge-bracht hatte, nicht auch viel andere nützliche Künste undWissenschaften sollte erfunden haben; diese können eben-falls größkenkhcils mit gedachter Nation selbst verlohrengegangen seyn: und vielleicht hat man auch einige da-von in der Folge wieder gefunden. So weiß man, daßder Gebrauch der Magnetnadel bey einigen astatischen .Nationen überaus alt ist; * das nämliche stndet auch vonden Wasseruhren und Sanduhren statt; und vielleichthatten die Araber selbst von dem Pendul schon einigeKenntniß. **
Gedachte alte Nation war ohnfehlbar jmit verschie-denen astronomischen Werkzeugen versehen; denn esscheint, als ob diese zu den, im vorherhehenden Abschnit-te angeführten, wichtigen Entdeckungen unumgänglichnöthig gewesen seyen: wenigstens muß man zugeben,
daß
* 2ten Band. 4 Absch. §. 2z. ** Man sehe hiervonunsere Geschichte der neuern Sternkunde.