Druckschrift 
1 (1777)
Entstehung
Seite
89
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Von der Sternkunde vor der Sündflitth. 89

Wie könnte nun dieses Volk unbekannt gebliebenseyn, wenn es mit den Indianern und Chaldäern zu glei-cher Zeit existirt hatte? Der Ruhm, welchen sich dieselehtern in der Weltweisheit und andern Wissenschaftenerworben haben, ist ja auch auf uns gebracht worden?Man muß also zugeben, daß jene alte Nation weit eherexistirt hat.

Es ist zu vermuthen, daß jenes oben gedachte Re-sultat der Erdmessung durch den Tallisthenes aus denMorgenländern an den Aristoteles überschickt wordenseyn mag: denn jener schickte diesem, wie oben gesagtworden ist, das Verzeichniß der babylonischen Beobach-tungen : und unter diesen Beobachtungen hatte man ohn-fehlbar auch jene chäldäische Tradition von der Ausmes-sung und Größe des Erdballs ausbewahret: denn dieBabylonier verstanden zur Zeit des Alexanders vonder ganzen Sache nichts.

§. ! 4 -

Unter jenem alten aufgeklärtem Volke lebte der be-rühmte Merkurms Trismegistus der Griechen, wieauch der Thauc oder Thoth der Aegypkier und derButta der Indianer: aber diese Männer sind alle zu-sammengenommen, ohnfehlbar nur ein einziger, welchensich in der Folge eine jede von 'gedachten Nationen untereinem besonder» Namen zugeeignet hat. Manethon,der die ägyptischen Alterthümer vollkommen kannte, sehtihn in die Zeiten vor der Sündfluth. Ein eingeführterGebrauch bey den Indianern läßt uns glauben, daßButta, Merkur und Thoth die nämliche Person sey.Nämlich, der vierte Tag in der Woche ist diesem Stiff-ter ihrer Philosophie geweyhet, so wie er es bey denAegypciern dem Erfinder der ältesten Künste, dem Thorist: und dieser Tag ist bey einem und dem andern»Volke durch den Planeten bemerkt, den wir heute zuF 5 Tage