Von der Sternkunde vor der Sündfluth. 85
Sommersonnenwende anfangen: zufolge dieser hat Chile«ni, einer der ersten chinesischen Kayser den Anfang desJahres auf die Zeit, in welcher sich die Sonne allemalin einem gewissen Punkte des Thierkreises befand, fest-gesetzt: und dieser Punkt stimmt mit dem fünfzehntenGrade des Wassermanns überein. *
Nun folgt aus unserm, ohnstreitig ganz sichern, Grund-sätze, vermöge dessen die Nachtgleichen und Sonnen-wenden ursprünglich allemal in den Anfang eines himm-lischen Zeichens gesetzt werden mußten, daß, als die er-ste Eintheilung des TyierkreiseS gemacht wurde, dieSommersonnenwende mit dem ersten Grade der Jung-frau, und die Wintersonnenwende mir dem ersten Gra-de der Fische zusammengefallen seyn muß: eine Schluß-folge , die den Gründen, welche wir vorgetragen haben,vollkommen angemessen ist.
Wenn wir sagen, daß die Nachtgleichen und Son-nenwenden auf gedachte Punkte des Thierkreises bey derältesten Bestimmung derselben feste gesetzt worden sind:so geschehet dieses nur, um nicht weiter in die alten Zei-ten zurück zu gehen: man entscheidet hiermit deswegennicht, daß diese Punkte niemals noch weiter vorwärtsgefallen, oder bemerkt worden, seyn können.
§. 12 .
Die Alten konnten den Thierkreis bey ihrer gründ-lichen Kenntniß des Himmels, ohne gedachtes Fortrü-cken der Sterne aus Morgen gegen Abend beobachtet zuhaben, nicht so schicklich eintheilen: denn außerdem, daßman diese Gewohnheit in ganz Asien bey den Chinesern,Indianern, Chaldäern und Persern findet, und daßdieser allgemeine Gebrauch eine gemeinschaftliche Quellehaben muß: so beweist dieses auch noch eine ganz beson-dere Tradition der Indianer. Sie sagen: man sehe amF z Himmel
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