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1 (1777)
Entstehung
Seite
69
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Von der Sternkunde vor der Sündfluth. 69

Oben haben wir gezeigt, daß uns von der Sternkun-de der ältesten Völker nichts als herumliegende Trüm-mer eines allerdings ziemlich vollkommenen Ganzen übriggeblieben sind. Ein wichtiger Beweis dieser Vermu-thung wm-en nicht nur die von den Braminen eingeführ-ten Regeln, nach welchen die Indianer noch iht di? Fin-sternisse , ohne den Grund davon einzusehen, berechnen,sondern auch die wichtigen astronomischen Entdeckungender alten Chaldäer und Chineser. Wenn wir uns dieMühe geben wollten, alles, was angeführte neuere Völ-ker für ihre eigene Erfindungen auögeben, gehörig zubeleuchten, so würden wir ohnfehlbar finden, daß sie die«selben größtentheilö von ihren Vorfahren, die vor derSündfluth lebten, erhalten haben: allein der Beweisdavon würde doch sehr weitläufcig geführet werden müs-sen. Daher wollen wir uns in der Folge lieber bloß aufdie Geschichte jener Nationen, welchen man in den unsbekannten Schriften die vornehmsten Erfindungen dieserWissenschaft zuschreibk, einschränken und untersuchen,wie vollkommen dieselbe schon vor der Sündfluth gewe-sen seyn mag.

§. Z.

Man findet, daß die . sieben Planeten den ältestenAegyptiern, Indianern und Chinesern bekannt gewesensind; denn sie belegten mit deren Namen die sieben Ta-ge der Woche; * und dieser Beweis ist, das Alter derSternkunde bey angeführten Völkern weiter als bey al-len übrigen hinaus zu sehen, hinreichend. Die Aegyp-tier fiengen mit dem Tage des SaturnS an, und zahl-ten sofort die Tage der Sonne, des Monds, des Mars,des Merkurs , des Jupiters und der Venus; die In-dianer hingegen machten den Anfang der Woche mit dem

E z Tage

* lllv. II.