Von der Erfindung der Sternkunde, zy
Auch ist zu vermuthen, daß man vor der großen Fluthdergleichen Säulen in Asien nicht nur sehr groß, sondernauch in großer Anzahl aufgeführet hat: daher konntedas Wasser immer einige umwerfen und mit Schlammbedecken, wenn dieses nur nicht allen wiederfuhr. Aberdie Säulen, in welche Thoth die AnfangSgründe derdamals bekannten Wissenschaften graben ließ, warenweiter nichts als Nachahmungen, deren Originale in dieVergessenheit übergiengen.
Polyhistor Alexander aus Abyden berichtet, wieBerosus spricht, daß der morgendländische.LLsuthrus,welcher ohne Zweifel des Moses Noah ist, alle Wis-senschaften vor dem Einbrüche der großen Fluth in dieStadt der Sonne, Sisparis, zur Verwahrung ver-graben habe. Das Heist: die ersten Menschen schrie-ben auf Steine; diese vergrub die Sündstuth: und nachderselben fand man sic wieder.
§. 14.
Wir sagen nicht zu viel, wenn wir annehmen, daßzu der Festsetzung jener zwo zuletzt gedachten Periodenwenigstens l 5 00 Jahre erfodert wurden: denn die letz-tere allein, welche 600 Jahr betrug, mußte wenigstenszweymal beobachtet werden, ehe man sie als einen be-ständigen Zeitraum betrachten, und deren Zuverläßig-keit bestimmen konnte. Also erhellet auch hieraus, daßman allerdings lange vorher, che dergleichen Resultateaus den Beobachtungen gezogen wurden, die Bewegungder himmlischen Körper ausgezeichnet und die Sternkun-de behandelt hat. Freylich: unsere itzigen Hirten undJager machen sich nicht, wie jene asiatischen, so sehr umdie Sternkunde verdient: denn die eingeführten Kalen-der befreyen sie von dieser Bemühung; und dann könnensie auch nicht, wie jene, Sommer und Winter auf demfreyen Felde liegen.