Von der Erstndnng der Sternkunde. 2Z
§. 5-
Es ist Zwar einem jeden bekannt, daß dis Griechenibre Künste, ihre Wissenschaften und ihre Götter vonden Aegyptier» nnd Phöniciern erhalten haben: alleinwenn man theils ans ans die große Völkerwanderung de-ren, wie bereits gesagt worden ist, Plato gedenkt, Rück-sicht nimmt; wen» man überlegt, daß dis alten Griechenihre Helden für Nachkommen des Atlamo hielten undihnen deswegen einen göttlichen Ursprung zueignetcn;wenn man überdies; bedenkt, daß die Namen der at-lantischen sowohl', als ägyptischen Götter und Heldenübereinstimmcn, wie auch, daß man in der ägyptischenGeschichte keinen Aclas oder Uranus unter den Kö-nigen findet: so wird man weiter gar nicht im gering-sten zweifeln, daß die Alantier allerdings alter als dieAegyptier seyn müssen; und hieraus erhellet zugleich, daßwir den Aclas oder den Erfinderder Sternkunde vor denägyptischen Königen in jenen dunkeln Zeiten, wo dieGötter oder vielmehr die Atlantier den Erdkreis beherrsch,ten, finden werden.
Nun konnte inan sich freylich lange Zeit gar nichtin die Chronologie der alten Aegyptier finden, noch die Zeitbestimmen, in welcher Uranus oder Atlas gelebt hat:denn die alten Geschichtschreiber scheinen einander hierin-ne zu widersprechen. So redet, zum Bcyspiele, Ma-nerhon von I l z Beherrschern, welche seit der Regie-rung des ersten menschlichen Königs bis auf das fünf-zehnte Jahr vor Alexander« in Aegypten gewesen seynsollen: und dieser Zeitraum soll Jahre betragen:folglich würde der erste menschliche König in Aegyptenim Jahre zpoi vor Christi Geburt zur Regierung ge-langt seyn. Dicäarc!) rechnete für den Zeitraum, wel-cher zwischen die Regierung des Gesonchosis, derbem<l)rus oder dem Sohne des (Dstrts oder dem Enkel desUranus succedirte, und den Anfang der.olympischen
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