i8 Von der Erfindung der Sternkunde.
lich bewegen, eine heilige Ehrerbietung gegen die Son-ne, den Mond und die übrigen Sterne ein, indem manbemerkte, daß der dergleichen Bewegungen bey den Kör-pern der Erde stets mit einem gewissen Geräusche ver-knüpft waren; bald erregte die Bemerkung jener Einför-migkeit, mit welcher gedachte Himmelskörper, ohne aneinander zu stoffen, in ihren Kreisen herumgeschleudertwerden, die Idee eines, im höchsten Grade der Voll-kommenheit , weisen lind mächtigen Wesens, welchesman immer näher zu erforschen, zu bewundern und au-zubeten wagte. Ueberdieß hat die Stern,künde vor an-dern Wissenschaften auch noch dicß sonderbare, daß sieihren Geburtsort im freyen Felde und in der Einsamkeitfand, indem jene mitten in den sogenannten Städrendes Alterthums entstanden: denn diejenigen, deren Gei-ster mit Leidenschaften bestrickt und mit andern Geschäf-ten verwickelt waren, würden die Sternkunde doch auch,wie noch itzt von einigen zu geschehen pflegt, als eilteunbrauchbare Wissenschaft betrachtet haben.
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Wenn man demjenigen, der zuerst den großen Schau-platz des Welkgebäudes bewundert und den periodischenLauf einiger merkwürdigen Gestirne beobachtet hat, denNamen eines Sternkundigen beylgen wollte: so würdeman mit vielem Rechte behaupten können, daß die Astro-nomie mit dem ersten Menschen zugleich entstanden sey;allein wir wollen bloS jenen Menschen, der die erstenWahrheiten in Rücksicht auf die Bewegung einiger Ge-stirne entdeckt, anderein gewisse Gegenden oder Bilderabgetheilet, und aus solche Art den Grund unserer itzigenastronomischen Kenntniß gelegt hat, den Urheber derSternkunde nennen; und dann ist es schwer zu bestim-men, wer dieser Mann gewesen ist: denn jede Nationdes Alterthums schreibt diese Erfindung einem ihrerStammväter zu. Dis Atlantier gaben diese Ehre
dem