Druckschrift 
1 (1777)
Entstehung
Seite
11
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II

Vorläufige Betrachtung.

Was die Bestimmung und Eintheilung der Zeit,worauf sich alle bürgerliche Handlungen und Bequem-lichkeiten gründen, anbetriffr: so ist bekannt, daß sicheinige Völker zwar nach dem taufe des Mondes, ande-re hingegen nach den scheinbaren Revolutionen der Son-ne richten: allein in beyden Fallen wird eine genaueKcnnkniß von der Bewegung dieser Himmelskörper undeine akkurate Bestimmung ihres periodischen Umlaufserfordert, wenn man große Verwirrungen vermeidenwill, welche anfangs ans geringen Fehlern entstehen.Daher kam es, daß der Kalender des Jukrris Casarszwar anfangs nicht merklich von der wahren Zeit ab-wich: denn der'erste In thum war geringe; aber dieservermehrte sich von Jahr zu Jahr; und Pabst (bi ego-rino der dreizehnte ließ durch seinen Astronomen denJrrthum aufsuchen und den Kalender auf eine neueArt einrichten. Hatte das Alterthum die Werkzuge ge-habt, die wir besitzen; hatten sie den scheinbaren jähr-lichen Lauf der Sonne genau bestimmt und überhauptdie Sternkunde gehörig kultivier: so würde man ißt inder alten Geschichte, in Ansehung der Chronologie nichtso viel Schwierigkeiten finden. Wenn man bedenkt,wie unbestimmt die Alten von der Eintheilmig der Zeitreden und nicht melden, ob sie Monathe oder Jahrezahlen, oder ob sie eins andere bestimmte Anzahl vonTagen zur Einheit machen: so wird man von der da-maligen Einrichtung eben das sagen müssen, was Vvidvon dem Chaos meldet: ruäis iiiäi^crkrague moles.Der Herr von Fsntenelle * verglich die Geschichte derältesten Zeiten mit den Trümmern eines zerstörten Raub,schlosses, die von dem Berge herab geworfen wordenfind und weitläuftig in den Thälern herum liegen.«Wenn man auch überzeugt wäre, daß man alle Be-

geben-

* HlvZs c!e klons. Liancbim.