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1 (1777)
Entstehung
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2 Vorläufige Betrachtung.

Wronomie heißt überhaupt die Wissenschaft von dmSternen. Der Ursprung dieses Namens ist griechischund aus zwey Worten zusammengesetzt, von welchen daserstere soviel als Gestirn, und das zwe»te Leitfaden oderGesetz anzeigk. Aus dieser Etymologie scheint nun zwarzu folgen, als ob sich die Sternkunde bloß mit Ausmes-sung der himmlischen Körper und mit Bestimmung derGesetze, nach welchen sie sich bewegen, beschäftige: al-lein heut zu Tage begreift diese Wissenschaft überhauptalles unter sich, was sich von der Natur der himmlischenKörper denken oder sagen,laßt.

Was den Gegenstand der Sternkunde selbst anbe-trifft: so bestehet dieser darinne, daß sie die Sterne zah-let und in bestimmter Ordnung schicklich bemerkt; daßsie diejenigen, welche ihren Stand oder Lage nie merk-lich verändern, von jenen die unter den erstem gleichsamherumirren, gehörig unterscheidet und den Lauf oderdie Bewegung der letzter» genau beobachtet; und daß sieden Erscheinungen, welche sich den: Auge in Ansehungdes verschiedenen Laufs einiger Sterne darbieten, weis-lich nachspähek. Aber in Rücksicht aus die Sterne selbst,beschäftigt sich die Astronomie mit Beobachtung ihresAuf- und Untergangs; mit Bestimmung ihrer Gestalt;mit Ausmessung ihrer scheinbaren und wahren Größe,wie auch mit Untersuchung ihrer Masse oder Dichtigkeit:und diese Kenntnis entstehet bloß vermittelst einer lan-gen Reihe sorgfältig gemachter Beobachtungen; manmuß, um alle Klenigkeiten verewigen Naturgesetze zubemerken, und um die Natur selbst, die niemals ruhet,in ihrem Laufe zu erhaschen, die lebhafteste Aufmerksam-keit unermüdet unterhalten. Auf solche Art mag die Zeitimmer beflügelt dahin eilen: wenn sie nur die Bemühun-gen der Menschen zum Vortheil ihrer Nachkommen derVergessenheit entreißt; sie fließt schnell vorbei-: aber ihr

Ber-