Druckschrift 
1 (1777)
Entstehung
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Vorberkcht.

Bailly nur auf die heydnischen Fabeln anwenden; aberdie Erklärung der Apokalypse überläßt man billich dcnGot-tesgelchrtcn, und Herr Bailly würde es selbst sehr verbit-ten, wenn man dergleichen Schlußfolgcn aus seiner Hy-pothese ziehen wollte.

Was die Nachrichten von der Sündfluth anbetrifft,da ziehet der Herr Verfasser den Kopf aus der Schlingeund spricht niemals gerade zu, daß sie nicht allgemein ge»wesen ist; aber aus seinem System folgt dieser Satz noch,wendig und man weiß, daß ihn auch große Gottcsgc-lehrte annehmen: nur mit diesem Unterschiede, daß nie-mand als Noah mit seiner Familie erhalten ward; we-nigstens machen sich diejenigen lächerlich, welche die Sund»fiuth aus natürlichen Ursachen erklären wollen. Manfindet schon eine Widerlegung derselben in dem ersten Thci-le der Einleitung zur allgemeinen Weltgeschichte, die zuBerlin 1769 erschienen ist, und auch ein Lehrgebäude derZeitrechnung, das mit gegenwärtiger Geschichte füglich ver-glichen werden kann, enthält: nämlich, man hat daselbstdie Menge des Wassers, das zu ker Sündfluth nölhigwar, nach Durners Bestimmungen, der den Stand desWassers so hoch als den Pik annahm, berechnet aber kei-ne Derhältniß zu der gegenwärtigen Menge desselben an-gegeben. Man kann aber füglich annehmen, daß diegrößte Tiefe des Meeres eben so groß, als die größteHöhe der Berge ist. Nun fanden die französischen Erd-messer den Coracon, der zu den höhestenBergen der Erdegehört, 2470 Toisen über die Meeresfläche erhaben: daherwird die mittlere Tiefe des Meeres >2z; Toisen betragen unddas Wasser der Sündfluth hat, wenn man zwey pariserFuß auf eine Elle des Moses rechnet, 2475 Toisen überder itzigcn Oberfläche des Meeres gestanden. Berechnetman diese Wafferrinde: so erhält man für deren Inhalt4Z4 8Z4 Billionen cubische Toisen. Nimmt man fernerfür die Oberfläche des Meeres zwey Drittel der ganzen

Erd-