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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Pfeil.

Deshalb wird auch am Liboriustag der Procession ein Pfauen-schweif vorgetragen. Liborius, vierter Bischof von Mans,der sich auszeichnete durch seinen Eifer, Kirchen zu bauenund auszuschmücken, starb 397.

Pfeil.'

Historisches Attribut, meistens um die Todesart anzuzeigen,steht manchmal geradezu für Geschoss, insbesondere für Wurf-spiess, Dolch. Vergl. Lanze.

S. Ursula, Krone auf dem Haupte, mit einem Pfeil in derHand; ( umgeben von vielen Jungfrauen , die Pfeile* tragen, Schiff zur Seite') oder in einem Schiffe stehend,

oder ihren Mantel über die Jungfrauen ausbreitend.Die heil. Ursula war die Tochter des Vionetus, eines heid-nischen Königs von England, und der Dacia. Sie hatte schonin früher Jugend ewige Jungfräulichkeit gelobt. Ein deutscherFürst, Agrippinus, begehrt die schöne und tugendhafte Ursulafür seinen Sohn Coman zur Ehe. Ein Engel offenbarte demVionetus, dass seine Tochter, trotz des Gelübdes, das sie ge-than, Nonne zu werden, den Heiratsantrag annehmen dürfe.Die Prinzessin schiffte mit 11,000 Jungfrauen nach Deutsch-land hinüber und Rhein aufwärts. Keine Matrosen sind aufdem Schiffe; die Jungfrauen lenken das Fahrzeug. Der Statt-halter Aquilinus in Cöln und Pantulus in Basel begrüssen diePilgrimme aufs Feierlichste, ja Pantulus begleitet den Zug mitgrossem Gefolge über die Alpen. In Rom wird Ursula getauftund vom Papst Cyriacus nach Deutschland zurückbegleitet.Zu Mainz soll Ursula mit dem Bräutigam Zusammentreffen.Auch Coman wird Christ. Unterdessen waren die Gothen nachCöln gekommen und hatten die Stadt berennt; das Schiff derUrsula wurde aufgefangen, alle Jungfrauen sammt dem Papsteund dem Brautpaare, Ursula und Coman, grausam getödlel.