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Engel. Esel-
S. Hildegunde. Jungfrau. Sie wird in Männerklcidernabgebildet. Ein Engel begleitet sie zu Pferde.
Der Vater, der eine Pilgerfahrt nach dein heil. Grabe gelobthatte, rieth der Tochter, die ihm dahin folgen sollte, zu dieserVerkleidung. Als Jiinker Joseph trat Hildegunde 1165 dieReise mit ihrem Vater an, der aber schon auf dem Meerestarb. Der Diener bestahl und verliess die bedrängte Jung-frau, aber wunderbarer Schutz wurde ihr zu Theil. JunkerJoseph hielt sich eine Zeitlang bei den Tempelherren zu Jeru-salem auf und wurde durch einen Deutschen wieder nachRom zurückgebracht. Von neuem musste der verkappte Josepheinen kölnischen Domherrn nach Rom begleiten, bestand vielUngemach und Gefahr. Von Räubern aufgehangen, wurde sievon einem Engel errettet, der sie sofort begleitete. Hieraufbezieht sich die gewöhnliche Darstellung der S. Hildegunde.Nach Deutschland zurückgekehrt schloss sich ein Ordensmannan den vermeinten Joseph an, und liess nicht ab, bis dieser indas Cislercienser Kloster Schönau bei Heidelberg trat, wo er1187 eingekleidet wurde. — Erst mit dem Tode (1188) kamdas Geheimniss zu Tage.
Esel.
S. Gerlacii, als Eremit, einen Stachel im Fusse. Einhohler Baum und ein Esel zur Seite.
Er war Eremit in Belgien ums Ende des zwölften Jahrhunderts.Der wilde Krieger wurde zunächst durch die Nachricht vomTode seiner Gemahlin zur ernsten Besinnung geführt. Erlegte den Harnisch ab, setzte, sich mit einer Kulte angethan,auf einen Esel und kehrte seinen Gütern den Rücken. Erbediente die Kranken und pflegte der Armen. — Der Stacheloder Dorn im Fusse deutet darauf hin, dass er sich einst aufsschmerzlichste an dem Fusse verwundet, mit dem er in seiner