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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Esel. Die vier Evangelisten.

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Kindheit seiner Mutter einen Stoss gegeben. Der holde Baumbezeichnet seine Lebensweise als Eremit.

S. Marcellus, als Papst. Einen Esel an einer Krippeneben sich, weil er in einem Stalle gedient hatte.

S. Antonius ton Padua. Ein Esel kniet, da ihm derHeilige eine geweihte Hostie vorhält, ehrfurchtsvollnieder.

Ein Häretiker, der über das Altarsacrament disputirte, hattedieses Wunder verlangt. Vergl. Fische.

Die vier Evangelisten.

Dass die alte Kirche die vier Evangelisten unter dem Bildeder vier Ezechielischen Wundergestalten symbolisirt habe, istschon oben bei dem Adler des Johannes berührt worden. Esist schwer einen Grund für die Vertheilung der einzelnenFiguren anzugeben. Auch war die Vertheilung der vier Bilderunter die vier Evangelisten zu verschiedenen Zeiten anders.In Kunstwerken treten sie erst gegen das fünfte Jahrhundertauf; obgleich schon im zweiten Jahrhundert von diesen denEvangelisten beigelegten Bildern die Rede ist. Dem Matthäusist in dieser frühesten Zeit der Mensch, dem Marcus derAdler, dem Lucas der Stier, dem Johannes der Löwe beigelegtworden. Bis dahin aber wurden in Werken der plastischenKunst die Evangelisten nur durch Schriftrollen, zwischen denenChristus, oder unter dem Bilde von vier Flüssen symbolisirt,die von einem Ilügel herabrinnen, auf dem Christus oder seinMonogramm steht. Mit dem fünften Jahrhundert hört dieseälteste einfache Symbolik allmählig auf und Bilder andererArt, der lebendigen Schöpfung entnommen, treten an ihreStelle. In dieser Zeit treten auch die vier Wundergestaltenals Evangelisten auf. Leicht möchten jene phantastischen Thier-bilder mit Menschenleibern, die sich in der griechischen Kirche