Druckschrift 
Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

Becher und Kelche-

19

gefallen war, ohne Schaden getrunken habe, und dass dieSpinne ihm nach kurzer Zeit wieder aus dem Munde gekro-chen sei, starb 976.

S. Eduard der Märtyrer, mit einer Krone; Dolchund Becher haltend, weil er auf Anstiften seinerStiefmutter war von hinten erstochen worden, eben,als er den Becher an die Lippen setzte. 975. Königvon England.

S. Hyazinth, in Dominikaner Kleidung oder als Bischof,den Hostienkelch und eine Statue der Jungfrau Mariatragend.

Weil er bei der Zerstörung von Kiew durch die Tartaren1241 mit diesen Heiligthümern durch das Blutbad ging. Oftwird er durch einen Fluss schreitend oder auf dem Wasser ge-hend vorgestellt; denn er soll damals auf wunderbare Weisedurch die angeschwollene Weichsel gegangen sein. Yergl. Mari a.Hyazinth war ein Schüler des S. Dominicus und ein gewaltigerApostel, im östlichen Europa.

S, Jacocus de Marchia, aus der Stark-Änkona. InFranzislianer-Ninoriten-Kleidung. Einen Becher miteiner Schlange in der Hand.

Weil ihm das Gift, das man ihm beigebracht, nichts ge-schadet. Ein Becher ohne Schlange in der Hand, Hessesich auf eine Probe des exemplarischen Gehorsams gegen seineObern beziehen, die er bestanden; denn er hatte eben denBecher an den Mund gesetzt und wollte trinken, als man ihmeinen päbstlichen Brief brachte, in dem ihm aufgetragen war,nach Ungarn zu ziehen, um das Christenthum zu predigen.Er machte sich sogleich reisefertig, ehe er seinen Durst ge-stillt hatte. Seine Missionsreisen durch Ungarn, Deutschlandund die Türkei waren sehr gesegnet. Gift, welches ihm mehr-malen beigebracht worden, schadete ihm nichts. Starb 1476.