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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Wilde Bestien.

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Er hatte die Gefangenen besucht und getröstet und wurdedeshalb dem Gerichte überliefert. Die wilden Bestien ver-schonten ihn im Amphitheater. Nach einer anderen Legendesoll er unversehrt aus einem glühenden Ofen hervorgegangensein. Dann wurde er 303 nebst seinen sieben Genossen mitdem Schwerte hingerichtet.

S. Magnus oder Mang. Umgeben von wilden Bestienund Schlangen , die er vertrieben, oder einen Blindenheilend.

Kr lebte anfangs bei dem heiligen Gallus, nach dessen Todezog er nach Kempten; hier seinen Schüler Theodor zurück-lassend, in die Julischen Alpen, wo er das Kloster Füssengestiftet. Er soll um 666 gestorben sein. Ueberall hat erlleidcnthum und wilde Tliiere ausgerottet. Man sieht in welcheBeziehung diese Apostel die sittlichchristliche Cultur mit derWelt zu setzen verstanden. Yergl. Drachen.

Höchst merkwürdig für den Charakter der christlichen Symbo-lik ist nachstehendes dem griechischen Alterthumc entlehnte Bild:

ÜRriiEUs mit der Leycr. Mitten unter wilden Bestienerscheint Christus als Orpheus , die Thiere durchseine Leier anlockend und zähmend. Yergl. musi-kalische Instrumente.

S. Tecla, Jungfrau, von wilden Bestien umgeben. Ausdem -ersten Jahrhunderte.

Von der griechischen Kirche wird sie für die erste Mär-tyrin gehalten. Sie ist Von Paulus bekehrt worden. Einerehelichen Verbindung entzog sie sich durch die Flucht. DerBräutigam, der sie aufgesucht, hatte sie der Obrigkeit alsChristin überwiesen. Die wilden Thiere, denen sie vorge-worfen wurde, hatten sie verschont. Ebenso wunderbar seisie ein andermal aus den Flammen errettet worden und inFrieden gestorben.

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