Bäume.
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zulässig schien, haben die Künstler oft nur einen Pfahl oderBaumstamm, (manchmal sogar eine Säule) dargestellt. Oft istso der Pfahl eine Nebenform von Baum ; Beides wechselt miteinander. Aber auch mit dem Kreuze wechselt der Pfahl.Die sogenannte Crux Simplex, das einfache Kreuz, bestandnur aus einem Baumstamm. Und so konnte es kommen, dasszuweilen das Kreuz mit dem Baum vertauscht wurde.— Einenbesonderen Cyclus von Darstellungen hat der Baum desParadieses zugelassen, die wir zwar selten neben einanderfinden, dessen einzelne Momente aber häufig in mystischenBildern, so wie in Gedichten des Mittelalters auftreten. Wirreihen diese Momente also aneinander:
1) Sündenfall. Adam und Eva neben dem Baum derErkenntniss. Die Position Beider ist nicht immergleich. Bald steht Adam, bald Eva rechts. Um denBaum herum ist die Schlange gewunden, oder sie kriechtan der Wurzel. Manchmal mit einem menschlichen An-gesichte. — Der Baum trägt Früchte. (Hier kann ange-merkt werden, dass nach einer andern sehr alten Fabeldem Adam, als er begraben wurde, der Kern von einemBaume unter die Zunge sei gegeben worden, aus demspäter der Baum zum Kreuze Christi erwachsen sei.)
2) Derselbe Baum dient als Brücke. Die Königin von Saba,seine künftige Bestimmung ahnend, kniet vor ihm nieder.
3) Der Baum wird aus einem Sumpfe gezogen und zu einemKreuze hergerichtet. — Dichter lassen auch die Mastein dem S chif fl ein der Kirche aus dem Baume desLebens zimmern. Vergl. Schilf.
4) An dieses Kreuz wird Christus, der Herr, genagelt. Nichtselten findet sich auch auf alten Basreliefs und bei so-genannten Crucifixen bis in die spätere Zeit Christusan einen (kreuzartigen) Baum geheftet. So dass sich