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dienern, Bauern, Schäfern und anderen Leuten der unterenVolksklassen eifrig nachgegangen wurde. Da die Ermittelungreingeschichtlicher Thatsachen hierbei ganz aufgegeben ist,so hat Alles, was sich als Erklärnng dieser unfasslichen Bil-der ankündigt, gewissermassen einen Werth. Es war daherein entsetzlicher Wust von Wundergeschichten durchzulesen,um das Faden-Ende herauszuziehen, an welchem sich vielleichtder älteste Knoten und Keim erkennen liess. Die Aurea isthier sehr ergiebig. Sie ist daher mit dem Pater Kochern undjenen Mirakel- und Heiligengeschichten, die auf Jahrmärktenverkauft werden, fleissig zu Rathe gezogen worden. AuchGedichten des Mittelalters, Märchen und Volkssagen hat derVerfasser mancherlei zu verdanken gehabt. Nur durch Zuzie-hung dieser Mittel ist über den misslichen Charakter vielerLegenden allmählig ein Urtheil zu gewinnen.
Man hatte lange Zeit diese fabelhafte Seite der Legendefast ausschliesslich besprochen und dadurch so ziemlich jedeAnnäherung an diesen Tlieil der Kirchengeschichte verleidet.Es ist noch nicht viel anders geworden. Die Einen schiebendie Fracht dieser alten chaotischen Ueberlieferungen ganzvornehinthuend als einen traurigen Kram bei Seite, die Andernsuchen durch eine unterlegte poetische oder moralische Alle-gorie der abstrusen Erzählung noch irgend eine erzwungeneBedeutung zu geben; wieder Andere möchten endlich einechristliche Mythologie daraus aufbauen. Eingedrun-gene, umgemodelte Heidenmythen wollen sie überall aus-gespürt haben. Und indem sie Anstalt treffen, die ein-zelnen Mammuthsknochen eines lieben Heidenthums aus demAlluvium der christlichen Legenden zu erheben und unterihren Raritäten aufzustellen, brechen sie in eine unver-nünftige Klage über den Untergang der fröhlichen kost-baren Welt aus. Was kann bei einem solchen Standpunkte