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und sich vervielfältigend als man sich von der Anschauungs-weise der älteren Zeit entfernte, mussten zuletzt Legenden-wunder in der crassesten Gestalt namentlich da auttreten, woman gewisse innere Seelenzustände, die sich in einzelnenBildern abspiegeln mochten, gänzlich missverstehend, als that-sächliche Ereignisse und concrete Fälle auffasste und erklärte.Vergl. Drachen, Kopf, Kronen, Taube, Edelsteine,Quellen, Ritter, Schwert. Die Hirsch legende C beiS. Rieul), vielleicht auch die Fischlegenden (vergl.Fisch im Index), Schwein, Mäuse, Schlange (S.Romanus),Teufel u. v. A.
Die Erzählungen, die an die Stelle des in seiner Bedeu-tung verblichenen Bildes getreten sind, und überhaupt derganze Vorgang: überall das Geschichtliche unterzuschieben,werden unsere Betrachtung aufs neue in Anspruch nehmen.Bei dieser Gattung von Nebenbildern ist es schwierig, dieursprüngliche Bedeutung anzugeben. In den meisten Fällenbieten die ältesten Acten und Lebensbeschreibungen nichtsdar, wodurch sich das überkommene Zeichen genügend aus-weise. Dagegen liegen nach einer andern Seite hin nichtselten Deutungen und Erklärungen aller Art in grosser Mannig-faltigkeit vor. Volksmärchen, örtliche Sagen, und Reimlegen-den heben geflissentlich solche Umstände hervor, die sich alsErklärung des dunklen Attributes könnten hinnehmen lassen.Und wenn es auch leicht ist, zu erkennen, dass diese Exegese,wie sie das Volk üble, allerlei fremdartige Stoffe und unge-hörige Dinge mit aufgegritfen hat, so hat sich der Verfasserdoch gern an sie gewendet, um von ihnen zu erfahren , wasder Volksglaube und die fortgeerbte (traditionelle) Deutungüber diese Darstellungen zu berichten wusste. Dann schienes nüthig, dieser Gemülhsrichtung des Volks näher zu treten,weshalb denn auch den mündlichen Erzählungen von Kirchen-