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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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dass durch die christliche Mystik, besonders in der Linie derVictoriner, herunter bis Tauler und zurück bis zu dem Pseudo-Dionysius und Clemens Romanus diese Art von symbolischenBildern immer von neuem in der Kirche sind angeregt, unter-halten und verbreitet worden. Es ist höchst merkwürdig,wie oft sich in dieser eben angegebenen speculativen Rich-tung bildliche Redensarten finden, die jenen symbolischen Bil-dern in den Kunstdenkmalen aufs genaueste entsprechen. Diesemystische Richtung war es auch vornämlich, die auf dieAusbildung der mittelalterlichen Kunst am meisten einge-wirkt hat."

Mit dieser Scheidung in Symbole und Attribute ist aberbei dem vorhandenen ikonographischen Vorrath nicht auszu-kommen. Aus den Attributen nämlich haben wir eine AnzahlBilder zu sondern, die einem besonders merkwürdigen Vor-gänge anheim gefallen sind. Es ist schwer, eine rechteBezeichnung für diese Bilder zu finden. Ich will sie diemythischen nennen, weil sich diese Bezeichnung, wenigstensfür eine grosse Anzahl derselben wird rechtfertigen lassen. Diespäteren Legendensammlungen erklären sie zwar insgemeinaus irgend einem wundervollen Factum; aber es ist bei ge-nauerer Betrachtung nicht zu verkennen, dass diese Be-richte nur zu oft an die Stelle eines unverständlich ge-wordenen Bildes getreten sind. Sei dieses Bild nun ur-sprünglich eines jener älteren Symbole gewesen, derenVer-ständniss allmählig in den Gemeinden geschwunden war; odersei es auf jene Visionären, ekstatischen Zustände zu beziehen,die uns in dem Leben conlemplativer Menschen so häutigberichtet werden, immer mussten durch den Versuch, dieselbein Attribute auflösen zu wollen, ganz abenteuerliche Erzäh-lungen zum Vorschein kommen. Ich sehe hierin die Quellezu vielen Legendenwundern. In demselben Masse zunehmend