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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Kranken, Verwandlung des Wassers u. s. w.J, die ähnlichenHandlungen des Herrn entsprachen: und die somit gleich ge-eignet erscheinen mochten, der christlichen Gemeinde Christumvor Augen zu stellen, wie jene andere typische Formen, vondenen wir bereits oben gesprochen haben. Wir finden schonsehr früh Martyrkirchen mit Gemälden ausgeschmückt, indenen die Thalen und Leiden der Blutzeugen vorgestellt sind.Es scheint, dass die ältesten Bilder der Art, durch ihre steteBeziehung auf Christus, gleichfalls einen mehr oder mindersymbolisch -typologischen Vortrag mögen angenommen haben,Cso bei Gregor. Nyss. St. Theodor ö a&Xtj t»;c, Christus o ayta-rod-nriis) und dass solche Darstellungen aus der Lebensgeschichteder Märtyrer erst dann reine Historienmalerei wurden, als dieSymbole und Typen durch die Darstellung der Person Christiallmählig ganz ausser Praxis gekommen waren. Aus solchengeschichtlichen Bildern, solchen gemahlten Erzählungen vonden Thaten und dem Martyrleiden geistlicher Helden, sind imLaufe der Zeit Darstellungen von isolirten Heiligen-figuren hervorgegangen, bei welchen einzelnen Figurenes vor allem galt, eine geistige Charakteristik in der Artwieder zu geben, wie sie dem Beschauer aus der ganzenReihe der historischen Tabletten sich ergeben, in denen dasLeben des Heiligen dramatisch dargestcllt war. Zu dieser neuenFassung mochte vornämlich der Gedanke an die Glorie derMärtyrer mitgewirkt haben. In den verhängnissvollen Zeitender Verfolgung musste sich dieser Gedanke immer mehr her-vorthun und erweitern. Die vollendeten Gläubigen, die ihrLeben in freudiger Begeisterung hingeopfert, wurden, hinaus-gehoben über alles menschliche Thun und Leiden, als seligeGeister vorgestellt, von denen jeglicher Affekt abgethan ist.Nicht sollten sie mehr, gleich den Sterblichen handelnd,kämpfend, duldend erscheinen; es sind die Glieder der trium^