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eines innigen Zusammenhanges, den die unterschiedlichenOiFenbarungsstufen des Alten Testamentes mit der KircheChristi, die Erziehungsgeschichte des Volkes Israel mit denKindern dieser Kirche gemein habe. Und wie jenes absoluteExtrem gegen das Heidenthum jedes Bildniss vermeiden liess,^ das an den heidnischen Cultus erinnern konnte, so treten jetzt
V, die Bezüge zum Alten Testament energisch hervor. Der enge
Kreis, der mit jenen symbolischen Zeichen gegeben war, istgesprengt. Eine neue Form bildlicher Darstellungen tritt auf,die nicht sowol in einem künstlerischen Trieb des Menschen,der sich sträubt, bei jenen einfachen symbolischen Zeichenzu beharren — als vielmehr in einem Stadium des christlichen Be-wustscins seinen Grund hat, und seine schnelle Verbreitung fand.
Die Begebenheiten des Alten Testamentes waren längst vonvielen Kirchenlehrern als Vorbilder des Erlösungswerkes unddes Heilands umständlich gedeutet worden (Typologie). Auch dieGemeinden der Heiden - Christen gewöhnten sich, in gewissenScenen und Persönlichkeiten des Alten Testamentes entspre-chende Momente aus dem Leben des Erlösers zu betrachtenund zu verehren. Wie Christus selber das Bild vom Jonasauf seine Auferstehung aus dem Grabe, die eherne SchlangeCNum. 21, 9) auf die Erhöhung des Menschensohnes bezogCJoh. III, 14) etc., so wusste die alte Theologie eine Reihevon Bildern zusammenzustellen, in denen sich die ganze Ge-schichte des Heils anschauen liess. Und wirklich finden wir*^in den ältesten Wand- und Deckengemälden römischer Kata-komben eine Reihe alttestamentlicher Personen: Abraham,Moses, Simson, Gideon, Daniel, Jonas u. s. w. zu diesemZwecke verwendet. Sie sind meist zu gewissen Cykeln zu-sammengestellt, je nachdem durch sie Christi Geburt, Thaten,Tod oder die Auferstehung soll typologisirt werden, zuweilenmit Figuren aus dem Neuen Testamente verbunden. Die vor-