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Beschreibung des Eisenbahnbaues auf Pfählen nach dem Schnellbausystem in America, dessen Bauzeit und Kosten im Vergleich mit der bis jetzt in Europa befolgten Bauweise sehr geringe sind : nebst Bemerkungen über Eisenbahnen in Europa, verglichen mit jenen in America
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kann sie täglich arbeiten sehen. Wir haben Ursache, zu glauben, daß nichts genau derselben Art jemals zuvorj,i England angewandt worden ist, und eS ist ein Wunder, wie eine so einfache und doch so große Vorthcilebietende Maschine bis dahin der Beobachtung und Erfindung unserer CivilingenicnrS entschlüpfen konnte."(D. h. unsere Civilingcnieurs haben ungeachtet ihrer Anmaßung doch das Pulver nicht erfunden, und John Bullist durch diese Maschine beinahe überzeugt worden, daß es anderswo in der Welt doch noch einige Leute gibt,die etwas wissen und praktisch ausführen können, ausser in Old-England. A. W. Bcysc.)

Das Instrument wurde in Nordamerika erbaut und erfunden, und zwar für den Zweck des Eiscnbahnpfahl-bancs. Sie hat zwei Paar Läufer tlft Fig. 1, 2, 3), welche 6 Fuß von einander entfernt sind, und gncrüber dem Vordertheil der Maschine in einer Linie so stehen, daß die Rammklötze V zwischen den Läufern hindurchauf den Pfahlkopf fallen können. Beide Rammklötze ^ können gleichzeitig bewegt werden, und die bewegendeKraft ist Dampf. DaS Gewicht der beiden (mo»llov8) Nammklötzc ist etwa 32 Ccntncr. Der ganze Dampf-Apparat steht aus einem von Rädern oder Rollen rv rv n getragenen Wagen. Auf dem hintern Ende stehr derDampfkessel R und der Einfcuerungsraum, unter welchem das Wasserbassin 1k befindlich ist, und zwischen demKessel R und den Läufern 1k' Illl sind zwei Hochdruckevlinder befindlich, welche jeder 5 Pferdckraft äußert. Diesebeiden Cylinder, von gewöhnlicher Einrichtung, mit Gleitventilen re., drehen eine Welle um, die in Fig. 4 mitI? lb' bezeichnet ist. Ans jedes Ende der Welle ist eine bewegliche Trommel gesetzt, die durch einen Hebel ^rechts und links gedrückt werden kann, je nachdem die Maschine die Rammklötze in die Höhe bewegen soll, odernicht. Diese Trommeln sind konisch ansgcbohrt, und werden durch die Friktion allein ans der Welle festgchaltcn,wenn die Bären rammen sollen, lieber jede Trommel 14 lll läuft ein Seil, welches, nachdem es über eineScheibe Iv im Trietzkopf L läuft, an die Schecrcn I I befestigt ist, mit welchen die Rammbären -V in die Höhegewunden werden. Einer der bewundernswürdigsten und wirksamsten Theilc der Maschine ist jener, welchererlaubt, die Trommeln I- I- mit der Welle in und ausser Verbindung zu bringen. So wenn die Sckcercn I l

die Rammbären losgelassen haben, wird die Trommel 14 einige Zolle verschoben durch den Hebel und die

Welle Id k' hört dann auf, sich mit der Trommel l4 umzudrehen. (Eine Vorrichtung, die mit Vortheil auchbei Dampsbaggcrmaschinen und andern Maschinen angewendet werden kann. A. W. Bepse.) Zu diesem Endeist auch eine Hemmung wie bei einem Krahn angebracht, die durch Auf- und Niederdrücken des Hebels v eon-trolirt wird. Wenn die Hemmung in die Höhe gehoben wird, kann die Trommel sich frei um ihre Achsebewegen, und das Gewicht der Schceren (Auslösung) zieht das Seil wieder herunter, indem cs die Trommel 14,rund drehet, bis die Schecren I I die Rammbären, die nun auf dem Pfahlkopfc ruhen, unmittelbar ergreifen.Die Trommel I- wird dann durch den Hebel v wieder znrückgcbracht, und durch die Reibung ans den konischenThcil der Welle festgehalten (denn es ist kein Tummler vorhanden), und in einer oder zwei Sccnnden wird dasSeil um die Trommel l4 gewunden, und der Bär befindet sich unter dem Trietzkopfc der Läufer, wo er durchdie Selbstauslösung unmittelbar wieder herabfällt. (Mit welcher Gewalt, läßt sich denken, wenn er aus einer

Fallhöhe von 30 Fuß hcrabfällt mit einer Geschwindigkeit von v 2 8§, oder

v (2 ft" 30mal 15,625) rheinländische Fuß in der Seeundc,

v 45,08 rheinländische Fuß in der Secunde (also Eisenbahngcschwindigkeitj. A. W. Beysc.)

Die Kraft der Maschine ist sehr groß; wir haben oft einen Pfahl durch einen einzigen Schlag 5 Fuß tiefin die Erde cindringcn sehen. Der Eigcnthümer, Obrist Cowdin, versichert uns, daß sie das Einrammen derPfähle in einem Achtel der Zeit vollbringt, die zum Einrammen mit gewöhnlichen Maschinen erforderlich ist, undwir babcn keinen Zweifel in die Wahrheit dieser Behauptung.

Um den Rammklotz in der Höhe fcstzuhaltcn, bis der Pfahl lothrecht unter demselben mittelst der Zangev Fig. 3 eingesetzt ist, ist eine bewegliche Platteform Ik Fig. 1 und 2 am schicklichen Orte vorhanden, welchevermittelst einer Schnur über Rollen o rückwärts und vorwärts bewegt werden kann, um den Klotz darauf ruhenzu lasten, und ihm auch wieder freien Fallraum zu geben."

Es ist von dieser amcricanischcn Maschine zu bemerken, daß sie zwei Pfahlrcihcn zugleich cinrammen kann,und daß sie auch zugleich die Köpfe mittelst einer Horizontalsägc o, le, I, Fig. 2 in der erforderlichen Höheabschneidet. Der in Fig. 1 sichtbare untere Hebel ^ wird nämlich mit dem Fuße hinabgedrückt, um das konische

Beysc, Dampframmcn. z