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Beschreibung der Dampfmaschinen zum Rammen im Allgemeinen.
Wir wollen das europäische Publikum mit dieser Maschine genauer bekannt machen, indem wir es wichtiggenug halten, sie bei uns einheimisch zu haben, um den Bau der Eisenbahnen in holzreichen Gegenden durch sieauf das Minimum der Bauzeit und der Kosten zu reduciren.
Der vorzüglichste Gebrauch wird von der Maschine in den Vereinigten Staaten Nordamerica's für die Funda-mentirung der Eisenbahnen, Schleußen, Canäle, Brücken und Häfen gemacht, aber man kann sie auch in jedemandern Falle benutzen, wo das Einrammen von Pfählen nöthig wird, z. B. bei dem Bau von Fangdämmcn, Werften,Quais, Erddämmen, Fundamenten, der Futtermauern, der Fcstungswälle, der Häuser w. Nur ist es nöthig, fürjeden dieser Zwecke eine geeignete Maschine zu eonstruiren, die sich ohne Umstände leicht transportircn und indie erforderliche Lage bringen läßt.
Die Maschine besteht aus einer Plattform lXllV Taf. 1. Fig. 1. 2. 3. 4., auf welcher die Läufer lVI sobefestigt sehn müssen, daß sie nach Erfordern eine senkrechte oder schiefe Stellung annehmen können, je nachdemdie Pfähle lothrecht oder schief in den Boden getrieben werden sollen. Die Rammklötze oder Bären, aus Eisengegossen, in allen Figuren der Taf. 1. mit ^ bezeichnet, laufen zwischen diesen Läufern auf Federn, und habenzu dem Ende an jeder Seite eine Nuthe oder einen Falz, welcher auf diesen Federn sich auf und nieder be-wegen läßt.
Die ganze Maschine ruhet auf Rollen und Rädern -ev rv, und kann dadurch auf den Köpfen derPfähle fortbcwegt werden, die sie früher selbst einrammte und mit ihrer Nundsäge zu der erforderlichen Höheabschnitt. Bewegliche Eisenschicnen dienen ihr dabei zur Unterlage, wenn nicht die Schienen gleich definitivbefestigt werden können, oder später nicht mehr nöthig sind, nachdem die Pfähle in ihrer Stelle feststehen. Sie treibtzwei Pfähle zu gleicher Zeit in die Erde, was bei Eisenbahnen durchaus nöthig ist, um ohne Umstände Lang-schwellcn, Querschwcllen und Schienen so auf denselben befestigen zu können, daß die Maschine sich den Wegbahnt in der Richtung der Eisenbahnlinien, welche man verfolgen will. Man kann alle 12 Sekunden einenSchlag auf jeden der beiden Pfählköpfe geben, wenn der Rammbär 30 Fuß hoch gehoben wird, und verhältnis-mäßig mehr, wenn die Fallhöhe geringer ist.
Es ist aber durchaus nöthig, die Köpfe der Pfähle p Fig. 3. mit einem eisernen Reif zu umgeben, damitsolche bei dem ausserordentlich heftigen Schlage des Bärs nicht in Stücke zerspalten werden.
Die schnell auf einander folgenden Schläge der 1600 bis 2000 Pfund, oder nach Bedürfniß leichteren oderschwereren Klötze ^ ^ bieten den großen Vorthcil, daß die Pfähle sich in dem Boden nicht so fest saugen können,als wenn bei andern Kunstrammen diese Schläge so sehr langsam erfolgen. Die Reibung der Erdmasse istdaher auch nicht so stark gegen den Umfang, der Pfähle. Dies mag auch wohl der Grund sehn, weshalb die
Behse, Dampfrainmc. 1