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Eine Bamberger Baumeisterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts : Ein Beitrag zur Geschichte der Dientzenhofer
Entstehung
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Giebelbildung gekrönter Mittelbau, der nicht die genaue Mitteeinnimmt und das Auslaufen der Wand in Zahnsteine bringenunwillkürlich auf den Gedanken, es sei ein symmetrischerAusbau der jetzigen Anlage geplant gewesen, der aus irgendwelchen äusseren Gründen unterblieb.

Dies ist denn auch die in der älteren Lokallitteratur fasteinstimmig vertretene Ansicht, zu der sich gewissenhafte Schrift-steller, wie Jäck, Roppelt, Heller bekannten; da sie aber alleihre Nachrichten ohne nähere Quellenangabe bringen, so habendieselben nur bedingten Wert, und man ist genötigt, nach demgemeinsamen Urborn ihrer Wissenschaft zu suchen, der, wie esscheint, in einem von Leist citierten Aufsatz (Journal von undfür Deutschland Jhrgg. 1792) eines Sebastian Probst zu linden ist.Dort wird bei Besprechung der Bamberger Topographie gesagt.,dass das, was von der Residenz steht, nur der linke halbeTeil von dem sei, was das Ganze habe werden sollen. Nachdem Risse schliesse sich da, wo die Gasse an dem zweitenFlügel vorbei nach der Stiftskirche zu St. Jakob führt, dasPortal, und an dieses der andere rechte halbe Teil, der sichbis hinter die Domkirche hinziehe. Auf dem Platze, wo dieserTeil hingehöre, stehe dermalen noch die alle Hofhaltung.

Gegenüber diesem Zeugnis, das von einem Grundriss zuberichten weiss, müsste jeder Zweifel verstummen, wenn dieEntstehung dieses nicht mehr erhaltenen Planes mit Sicherheitin den Anfang der Bauzeit gesetzt werden könnte. Die Be-trachtung der Baugeschichte wird aber zeigen, dass die Pro-jekte zum symmetrischen Ausbau erst in viel späterer Zeitauftauchen und deshalb mit den Absichten des ersten Erbauersnicht in Verbindung gebracht werden können. Hierfür hat sichein Beleg in den Grundrissen erhalten (Abb. 11), die am Endeder 80er Jahre in der Plansammlung des kgl. bayerischenObersthofmeisterstabes (Bauabteilung) aufgefunden wurden. 1 Die-

1 Die Pläne wurden damals nach Bamberg verschickt und dort pho-tographiert. Der Aufbewahrungsort der Originale ist gegenwärtig unbe-kannt, da sie gemäss Mitteilung der genannten Behörde nicht mehr in derPlansammlung - verwahrt werden und auch beim kgl. Bauamt Bambergund der Schloss Verwaltung - nicht vorg'cfunden wurden. Es sind die Grund-risse vom 2. und 3. Stockwerk; das Erdgeschoss fehlt.