1. Milch.
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und Abend milch. Die Morgenmilch enthält am wenigstenFett. Der Fettgehalt der Abendmilch übertrifft den derMorgenmilch meist um ca. l°/ 0 , zuweilen auch um 1,5%.
3) von Änderungen in der Fütterung der Kühe;
4) von der Rasse der Kühe.
Veränderungen in der normalen Zusammensetzungder Milch können durch eine abnorme, bez. krankhafte Milch-absonderung bedingt sein. Eine solche ist die Kolostrum- oderBiestmilch, welche einige Tage nach dem Kalben ausgeschiedenwird und an der gelblichen bis braungelben Farbe, sowie ander dickflüssigen und schleimigen Beschaffenheit erkennbar ist.Ferner die blutige Milch, die bei Erkrankung des Eutersund auch der Nieren der Kuh vorkommt. Die blutige Milchscheidet das Blut bei ruhigem Stehen der Milch innerhalb kurzerZeit am Boden ab. Auch die salzige oder rässe Milch, beiwelcher Milchzucker und Phosphate erheblich zurücktreten, währendder Kochsalzgehalt steigt, ist auf eine Eutererkrankung zurück-zuführen. Das Entstehen der griesigen Milch ist durch ein Ein-trocknen der Milch an der Zitzenwandung bedingt.
Sehr wichtige Veränderungen kann die Milch durch dieThätigkeit von Bakterien erleiden. Hierzu gehören dieblaue Milch, verursacht durch Bacillus cyanogenus Hiippe,Bac. cyaneofluorescens Zangemeister, die rote Milch, ver-ursacht durch Bac. prodigiosus, Sarcina rosea Menge, Sac-charomyces ruber Demme, die gelbe Milch, verursacht durchBac. synxantlius Schröter, die schleimige oder fadenziehendeMilch, verursacht durch Coccus der schleimigen Milch Schmidt-Mülheim, Actinobacter der schleimigen Milch Duclaux, Bac.lactis viscosus Adametz, Micrococcus der schleimigen MilchWeigmann, die bittere Milch, verursacht durch Bac. lactis amariWeigmann und eine grosse Anzahl von Kartoffel- und Heubacillen,die käsige Milch , wahrscheinlich durch verschiedene neben denSäuerungsbakterien vorhandene Bakterien und Pilze verursacht,welche ein labartiges und ein peptonisierendes Ferment enthalten,und solche, welche Gasbildung verursachen. Die Milch säuert nichtin normaler Weise, sondern das Casei'n scheidet sich in grösserenFlocken und Klumpen ab. Ausserdem kennt man noch seifigeMilch, gärende und faulige Milch, deren Entstehen ebenfalls aufdie Thätigkeit niederer Pilze zurückgeführt werden muss.
Die mittlere chemische Zusammensetzung der Tages-
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