XXXI
Progressionsverhältnis, dessen ich mich bediene, den Kollegen zur Prüfung und Begutachtungvorlege." Nun beschreibt er die Potenzierung nach der Dezimalskala, wie sie auch in diesemBuche gelehrt wird und stellt folgende Tabelle auf:
Dezimal-Potenz
Gehalt
Ist gleich der Hahnemann'sehenZentesimal-Potenz
l.
Vio.
2.
'/100.
1.
3.
Viooo.
—
4.
Vioooo.
2.
5.
'/lOOOOO.
—
6.
'/lOOOOOO.
3.
7.
i/io'.
—
8.
VlO 8 .
4.
9.
'/io 9 .
—
10.
Vio 10 -
5.
11.
l/io'l.
12.
VlO 12 .
6.
usw.
„So ist es leicht", fährt er dann fort, „die Hahnemannschen Verdünnungen aus den meinigenherzustellen; wenn man nämlich die arabische Nummer der Hahnemannschen Potenz mit 2multipliziert, so erhält man die Nummer der Dezimalverdünnung, welche jener gleich ist. Divi-diert man dagegen die Nummer meiner Verdünnung mit 2 und geht die Division auf, so erhältman die Nummer der Hahnemannschen Verdünnung, die jener gleich ist. Geht sie aber nichtauf, so hat Hahnemann diese Potenz nicht". So weit Vehsemeyer.
A. Potenzierung flüssiger Substanzen.
Die Potenzierung flüssiger Substanzen wird in einem vor direktem Sonnenlichtgeschützten Zimmer vorgenommen. Die dazu verwandten Gläschen müssen 1 / 2 — 1 / 3mehr fassen, als darin potenziert werden soll. Der Name des Mittels und die Nummerder Potenz, welche das Gläschen aufzunehmen bestimmt ist, wird sowohl auf dem Korke,als auf dem Gläschen angebracht, und zwar bei Zentesimalpotenzen vor der Nummerder Buchstabe ,,C", bei Dezimalpotenzen der Buchstabe „D". Das Potenzieren beigroßen Mengen selbst geschieht in nachfolgender Weise, indem man bei großen Mengenmit Gewichtsverhältnissen, bei kleinen dagegen mit Tropfen arbeitet.
a) Für die Zentesimalskala bis zur dreißigsten Potenz: Die auf die oben an-gegebene Weise mit dem Namen des Mittels und den Nummern C1—C 30 signiertenGläschen werden der Reihe nach auf den Tisch hingestellt und in ein jedes von 2 abmit Hilfe des Mensurierglases 99 Teile Weingeist gegeben, wobei das Mensurierglas reinabtropfen muß. Aus der Essenz bzw. Tinktur oder Lösung wird nach den Vorschriftender entsprechenden Paragraphen die 1. Zentesimalpotenz bereitet und in Flasche C1gegeben. Nun wird ein Teil der Flasche C 1 in das mit 2 bezeichnete Gläschen gegeben,verkorkt und durch zehn kräftige, abwärts geführten Schüttelschläge gemischt. Vondieser 2. Potenz ein Teil in das mit C3 bezeichnete Gläschen gebracht und zehnmalgeschüttelt, gibt die 3. Potenz, und so wird das Potenzieren durch sämtliche Gläschenfortgesetzt, indem jedesmal ein Teil der vorhergehenden Potenz zum nächtfolgendenGläschen gebracht und dieses zehnmal geschüttelt wird.