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Dr. Willmar Schwabe's Homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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XXI
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Ist die zerkleinerte Masse sehr schleimig oder der Saftgehalt so gering, daß er direktnicht ausgepreßt werden kann,'so setzt man zu der Untersuchungsmenge gleiche Ge-wichtsteile Wasser, schüttelt öfter kräftig durch, läßt 24 Stunden stehen und preßt als-dann aus. Von dem erhaltenen filtrierten Saft wird ebenfalls eine Trockenrückstands-bestimmung bei 100° ausgeführt. Bezeichnet man den Trockenrückstand hier mit c, soerhält man den Saftgehalt X der Pflanze nach der Formel:

100 ( a + c)

100 c

Damit, während die Saftgehaltsbestimmung ausgeführt wird, die zerkleinerte Massekeine Veränderung erleidet, wird zu derselben die Hälfte des Gewichtes 90%iger Wein-geist zugesetzt, beides gut durchgearbeitet und in ein entsprechend großes Ansatzgefäßgegeben. Je nach dem Resultat der Saftgehaltsbestimmung wird die Essenz nach den§§ 2 oder 3 bereitet und die fehlende Menge Weingeist zugesetzt und das Ganze dannnochmals durchgeknetet.

2. Trockene Pflanzen oder deren Teile.

Getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile werden zur Bereitung von Tinkturen grob(Sieb 4 und 5 des Deutschen Arzneibuches), zur Bereitung von Verreibungen dagegenaufs feinste gepulvert.

3. Metalle, Mineralien und pharmazeutisch-chemische Präparate.

Hauptregel für diese Klasse ist, den Urstoff in eine so fein zerteilte Form zu bringen,daß er sich, sofern er zu Verreibungen benutzt wird, gleichmäßig verreiben läßt. Dieswird bei einem Teile solcher Stoffe durch Zerstoßen, bei den meisten Metallen aber durchPräzipitation erreicht. Auch die auf kolloidalem Wege erhaltenen Metalle finden viel-fach Verwendung.

Hahnemann verwandte foliierte oder zerfeilte Metalle oder zerkleinerte sie auf einemAbziehsteine. Später angestellte mikroskopische Untersuchungen haben jedoch ergeben, daßdiese Methode der Zerkleinerung eine sehr unvollkommene ist und die Reinheit des Metallsdabei sehr zweifelhaft wird, weil es Eisenteilchen oder Teile vom Abziehstein in sich aufnimmt.Die gleichmäßige Verteilung des Urstoffes wurde vielmehr nur in den mit den Präzipitaten an-gefertigten Verreibungen nachgewiesen. Aus diesem Grunde werden jetzt die Präzipitate ver-wandt, da diese Abweichung von den Regeln Hahnemanns eine sehr unwesentliche ist und über-dies die mit Präzipitaten angefertigten Verreibungen auch zu Nachprüfungen verwandt wordensind. Es werden übrigens nur durch Verwendung der Präzipitate immer gleiche Präparate erhalten.