Natrum carbon. depuratum siccum —
Natrum phosph. 509
saure Kali bereitet u. in einem verschloss. Gefasse aufbewahrt. Es müssenweisse, durchsichtige, an der Luft leicht verwitternde Krystalle sein, vonSchwefelnatrium völlig, von schwefeis. Natron u. Chlornatrium so vielals möglich frei. Prüfung: Acid. muriat . verräth: unterschwe-feligsaures Natron durch Entwickelung von scbwefeliger Säure undAbscheidung von Schwefel; — Acid. oxalicum = Kalk durch eineTrübung; — Acid. phosphoiic. — Magnesia durch eine Trübung.
Natrum carbonicum depuratum siccum, trocknes gereinigteskohlens. Natron. ( Carbonas natricus depuratusS) Gröblich zerriebeneKrystalle des-ger. kohlens. Natrons lässt man an einem massig warmen u.trocknen Orte an der Luft zerfallen. Das Pulver wird gesiebt u. in gutverschlossenen Gefässen aufbewahrt. Es sei ein feines, weisses Pulvervon laugenhäftem, erwärmendem Geschmacke.
Natrum chlorlcum, chlorsaures Natron. (Chloras natricus. ) WennChlorgas in eine verdünnte Auflösung des kohlens. Natrons hineingelei-tet wird, entsteht eine dem Chlorkalke ähnliche Verbindung, die Chlor-natronauflösung, die eben solche farbenzerstörende u. fäulnisswidrige Ei-genschaften als der Chlorkalk hat. Es darf jedoch nicht zu viel Chlorangewendet werden, weil sonst andere Verbindungen entstehen.
Natrum nitricum crudum u. Natrum nitricum depuratum.(Nitrum cubicum depuratum , gereinigter kubischer oder Chilisalpeter.Nitras natricus depuratus .) Ersteres bildet weissliche Krystalle, die we-niger bitter als Salpeter schmecken, u. kommt in ungeheurer Menge inder öden Landschaft Atacama bei Taracopa, Tampa etc. auf der Grenzezwischen Chili u. Peru vor. Es bildet dort ein von aufgeschwemmterErde u. Thon bedecktes, gegen 25 Meilen grosses Lager. Der Chilisal-peter ist häufig durch Jodnatrium u. jodsaures Natrum verunreinigt. Eslässt sich diese Verunreinigung durch Behandeln des Ch. mit Alkoholdarthun, da dieser das Jodnatrium auflöst, das jodsaure Natron aber un-gelöst zurücklässt, was sich dann weiter darthun lässt. Das ger. Salpe-ters. Natron bildet weisse, rhomboedrische, in trockner Luft unverän-dert bleibende, in feuchter Luft feucht werdende Krystalle. Sie müssendurchsichtig u. frei von Kalkerde sein. Das Salz ist wahrscheinlich 1736yon Duhamel zuerst dargestellt worden u. besteht aus: 37,5 Natronu. 62,5 Salpeters, (l At. Nalr. u. 1 At. Salpeters.) Prüfung: Ammon♦oxal. verräth: Kalkerde durch eine Trübung;— Aqu. hydrosulph.u. Liqu. Ammon. hydros. — metallische Verunreinigungen-durch eineFarbenveränderung; — Argent. nitric. = Chlor (Chlornatrium); —Baryt. mur. = Schwefelsäure (schwefeis. Natron).
Natrum phosphoricum, phosphorsaures Natron. ( Soda phospho-rata. Phosphas natricus c. aqua.) Anderthalb Pfd. mit eben so vieldest. Wasser verdünnte Phosphorsäure wird mit ger. kohlens. Natron 1Pfd. oder so viel, dass dieses vorwaltet, in Verbindung gebracht, die Flüs-sigkeit filtrirt u. krystallisirt. Die Krystalle werden gewaschen u. ge-trocknet in einem gut verschlossenen Gefässe aufbewahrt. Es müssenweisse, frisch durchsichtige, später undurchsichtige, an der Luft verwit-ternde, in 4 Th. kaltem u. in 2 Th. heissem Wasser auflösliche Kry-stalle sein. Das Salz wurde schon 1737 von Hellot als ein Bestand-iheil des Harns erkannt. Haupt nannte es, weil es vor dem Löthrohrezu einem perlfarbenen Kügelchen zusammenschmilzt, Perlsalz (Sälmirabile perlatum ). Das phospnors. Natron findet sich bes. im mensch-lichen Harne, so wie in mehrern anderen thierischen Flüssigkeiten. Da