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Hennig's Commentar und Wörter-Buch zu allen Pharmacopöen : ein unentbehrliches Hülfsbuch für Ärzte und Apotheker sowie für Studirende der Medicin und Pharmacie zum richtigen Verständniss jeder Landes-Pharmacopöe
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Erklärung der Abbildungen.

Taf. I—VI., entnaltend die Krystalle', sind schon im Texte (s. S. 420 ff.)beschrieben»

Taf. VII. A. Abbildung (nach Dr. Winkler) eines Theiles der männ-lichen Geschlechtslheile des Moschusthieres mit dem der Längenach in der Mitte durchschnittenen Moschusbeutel, so dass man dieinnere Wandung der rechten Hälfte sehen kann. — a. a.a. Theiledes behaarten Bauchfelles. — b. Die Ruthe mit ihrer zum Theilaufgeschnittenen u. zurückgelegten Hülle et*., welche an ihrer (derHülle) Mündung d. mit einem Haarpin ei besetzt ist. — e. Die ab-gestumpfte Eichel. — f. Ein dünner gebogener od. spiralig ee-wundener Anfang der Harnröhre.— g. Der Hodensack, h. dieSielle,an welcher der Samenstrang aus dem Ilodensacke heraustritt (derSamenstrang ist weggeschnitten). — i. u. i. Abgeschnittene, zumMoschusbeutel gehende Muskellagen. — h. Die von borstenartigenHaaren umgebene Beutelöftnung.

Taf. VII. B. Ein frischer cabard inischer Moschusbeutel (s.S. 496).

Taf. VII. C. Ein Bibergeilbeutelpaar (s. S. 152).

Taf. VII. D. Apparat zum Coliren von Honig, Extractftüssigkeiten,Syrupen, Gummischleim u. s. w. (s. S.473). Ein etwa 5—6 Zoll wei-ter Trichter a. läuft unten in eine J Zoll weite u. 3 bis 4 Fusslange Röhre b. aus. Es endigt sich diese unten mit einem cylindri-schen Ansätze c. von lj bis 2 Zoll Weite. Der Rand des Ansatzesist nach aussen etwas umgebogen u. der ganze Apparat ist aus Weiss-blech verfertigt. Um den hervorragenden Rand wird ein um einKleines weiterer Schlauch d. aus Leinwand, Baumwollenzeug, Flanellod.einem passenden Zeuge gebunden. Dieser Schlauch ist oben u. un-ten offen, um ihn leichter umstülpen u. reinigen zu können, u. untenmit einem starken Bindfaden *bei e. zusammengeschnürt. Es ist derSchlauch mit einem von unten darübergeschobenen u. in einen dün-nen Ausguss endigenden Cylinder f. von Weissblech umgeben, theilsum olle Flüssigkeit in einen engen Sirahl zu sammeln, theils um elwaeintretendes Spritzen unschädlich zu machen u. die zu rasche Er-kaltung zu verhindern. Der Cylinder ist auf der Abbildung offendargestellt, er hängt an Drahthaken, bei g. hat er ein kleines Schutz-dach, um etwa übtarrinnende Flüssigkeiten von der untergesetztenFlasche abzuleiten. Das Ganze hängt an einer über eine Rolle ge-henden Schnur. Die Flüssigkeit, welche colirt werden soll, wirdOben in den Trichter eingegossen u. es ist daher die ganze Flächedes Schlauches beständig von Flüssigkeit berührt, so dass durch dieHöhe der Flüssigkeitssäule ein starker Druck ausgeübt ü , hierdurchdas Filtriren sehr befördert wird. Wegen der Kleinheit der Schläuchekann man für jede besondere Flüssigkeit auch besondere Schläuchehaben.

Druck von pskar Leiner in Leipzig.