508 Natrum carbonicum depuratum.
sches Alkali oder Laugensalz. Carbonas natricus c. aqua crudus~). Ander Luft verwitternde, weisse krystallinische Stücke, die laugenhaft küh-lend schmecken, in 2 Th. kaltem u. in gleicher Menge heissen Wassersauflöslich, aus Natron, Kohlens. u. Wasser, oft mit eingemengtem schwe-feis. Natron u. auch Chlornatrium u. Schwefelnatrium bestehend. Wirdin chemischen Fabriken bereitet. Zu verwerfen ist das durch Metalleverunreinigte. Das Sodasaiz ist in vielen Mineralien (z. B. Sodalith, Ne-phelin etc.) enlhalten, auch wittert es häufig auf der Erdoberfläche (z.B. in Aegypten, an den Natronseen in Ostindien, Persien, in Ungarn[Trona, anderthalb kohlens. Natron]) aus ; eben so ist es in vielen Mi-neralquellen (z. B. den heissen Quellen in Island, in Karlsbad elc.) ent-halten. Im Pflanzenreiche findet es sich bes. in den an Meeresufern wach-senden Pflanzen ( Salsola Kali \iiarilla\, S. Natron , S. Tragus , Sali-cornia herbacea, Soda maritima etc.) enthalten u. wird darin gebildet,indem die auf dem mit Kochsalz getränkten Boden wachsenden Pflan-zen nicht das Kochsalz als solches in sich aufnehmen, sondern solcheszersetzen u. pflanzensaures Natron bilden. Beim Verbrennen der PflanZeil wird die organische Säure zerstört u. die dabei erzeugte Kohlen-säure trilt an das Natron. Die rohe Soda kommt in festen, sehr harten,schweren, trockenen, klingenden, inwendig löcherigen Stücken vor, dieYoiv bläulicher Farbe u. mit kleinen weissen Flecken vermischt sind.Sie enthält etwa 20 Proc., die beste Darilla von Alikante höchstens 40Proc. kohlens. Natron, die übrigen 60 Pr. sind Schwefelnatrium, salzs.,schwefeis., Jodwasserstoffs. Natron, so wie Kalk- u. Talkerde, Kieselerdeu. Metalloxyde (Eisen etc.). Der Kelp (Varecsoda) enthalt kaum 4—5Proc. Natron, jedoch Jod. Die jelzt meist im Handel vorkommende SodaIst künstlich bereitet, besteht aus mehr oder weniger weissen krystallini-nischen Massen u. ist mehr dem reinen kohlens. Natron ähnlich, jedochimmer nicht rein von fremdartigen Beimengungen. Sehr häufig wirddas rohe kohlens. Natron aus dem Glaubersalz bereitet, indem man auf8 Th. kryst. Glaubersalz Th. ger. Pottasche nimmt u. das entstan-dene schwefeis. Kali u. kohlens. Natron durch Krystallisation scheidet.Am meisten aber zersetzt man das Glaubersalz durch Brennen mit Kohleu. Kalk, indem man gleiche Theile getrocknetes Glaubersalz u. Kreidemit | Kohlenpulver bei heftigem Feuer erhitzt. Es wird dabei durchdas Glühen mit Kohle der Schwefelsäure des Glaubersalzes der Sauer-stoff entzogen u. so Kohlensäure gebildet, die sich mit dem Natron ver-bindet, während das Calcium und Schwefel zu dem schwerlöslichenSchwefelcaloium zusammentreten. Wenn man den Gehalt an reinem Na-tron in einer Sodasorte erfahren will, so muss man die filirirte Auflö-sung derselben mit Schwefelsäure sättigen, u. es zeigen dann 6J- Th.conc. Schwefels. 4 Th. ätzendes, völlig wasserfreies Natron an. Jedochmuss man die zur Probe bestimmte Soda vorher mit etwas chlorsauremKali glühen, um durch das etwa in der Soda vorhandene unterschweflig-ssure Natron nicht getäuscht zu werden. Prüfung: Acid. muriat. ver-räth: Schwefelnatrium durch Entwickelung von Schwelelwasser-stoffgas; Cyaneisennatrium durch Entstehung einer blauen odergrünen Färbung.
Matrum carbonicum depuratum, gereinigtes kohlens. Natron.[Alkali minerale depuratum , gereinigtes mineralisches Alkali od. Laugen-salz. Sal Sodae depuratus, gereinigtes Sodasalz. Carlonas natricus c.aqua depuratus .) Wird aus dem rohen kohlens. Natron Wiedas ger. chlor-