510 Natrum sulphuiicum crudum — Natro.
nach der Ph. Bor. das Salz aus dreibasischer Phosphorsäure bereitetwird, so ist das Präparat auch dreibasisches phosphorsaures Natron. —Prüfung: Auflösen in 4 Tb. Wasser verräth: durch einen weissenerdigen Rückstand Kieselsäure; — der Marsh'sche Apparat = Ar-senik; — Argent. nitric- = Chlor (Chlornatrium) durch eine Trübungin der mit Acid. nitric. ubersättigten Auflösung; — Baryt, mur. =Schwefelsäure (schwefeis. Natron) durch eine Trübung in der mitAcid. mur. übersättigten Auflösung.
Natrum sulphuricum crudum, rohes schwefelsaures Natron. (Salmirabile Glauben crudum, rohes Glauber's Wundersalz, rohes Glauber-salz, Sulphas natricus c. aq. crudus. ) Es kommt sehr häufig in vie-len Mineralwässern (z. B. in dem Karlsbader u. s. w.) schon fertig ge-bildet vor. Eben so findet es sich häufig aus der Erde witternd, z. B.in Lappland u. Sibirien. Sehr häufig aber wird das G. bei der Berei-tung der Salzsäure aus Kochsalz als Nebenproduct erhalten, desgl. auchdurch Verwittern von schwelelkieshalligen, mit Kochsalzlauge befeuch-teten Alaunschiefern, wodurch es leicht metallisch verunreinigt werdenkann. Es bildet grosse, durchsichtige, an der Luft verwitternde Krystallemit mehr oder weniger beigemischtem Chlornatrium. Prüfung: Aqu.hgdrosulphur. verräth: M e t a 11 b ei m i s c h u ng eil; — fiatrum ear-ion. — erdige Beimischungen, z. B. Kalk.
Natrum Hulphuricum depuratum, ger. schwefeis. Natron. Wirdaus dem roben schwefels. N. wie das ger. Chlors. Kali bereitet; esmüssen weisse, durchsichtige, in der Luft verwitternde, von Chlorna-trium so viel als möglich freie Krystalle sein. Es wurde zuerst 1658von Glaub er bei Behandlung des Rückstandes von der Destillation derSalzsäure aus Kochsalz mittelst Schwefelsäure entdeckt u. Wundersallbenannt. Da der Pfannenstein mehrerer Salzsoolen Glaubersalz in gros-ser Menge enthält, so wird es häufig daraus (z. B. in Schönebeck) ge-wonnen. Das Schwefels. N. kann aus einer warmen Aufl. ohne Wasserkrystallisiren, z. B. wenn man eine conc. Aufl. bei einer Temperaturüber + 33® C. krystallisiren lässt u. s. w. Das krystall. Schwefels. N.besieht aus 19,5 Natron, 24,76 Schwefels, u. 56,00 Wasser. Das was-serleere aber besteht aus 43,72 Natron u. 56,28 Schwefelsäure. Ebenso wie das Kali bildet auch das N., mit 2 At. Schwefelsäure verbunden,das saure od. zweifach schwefels. Natron. Das ger. schwefels.Natron muss farblos u. neutral sein, auch darf es, mit Aetzkali zusam-mengerieben, keinen Ammoniakgeruch entwickeln u. s. w. Prüfung:Lackmuspapier verräth: die gehörige Neutralisation;— Argent.nitric. = Chlor (Chlornatrium), wovon indess ein kleiner Antheil dasSalz nicht verweltlich macht. Bei Verordnung des Glaubersalzes mussman dasselbe nicht mit Salzen zusammenbringen, deren Basis mit derSchwefelsäure schwer auflösliche Verbindungen bildet, z. B. mit Kalk-,Baryt-, Blei- u. Quecksilbersalzen.
Natrum sulphuricum depuratum siccum, trocknes ger. schwe-fels. Natron. Es wird aus dem ger. schwefels. N. wie das trockne ger.kohlens. Natron bereitet u. bildet ein feines weisses Pulver von erwärmendbitterem Geschmack. Die Wirkung desselben ist mehr als noch einmalso stark, als die des krystailisiiten.
.Vafrix, Icis, m. u. f., die Natter (V. nato, schwimmen).
Natro, ital. Name des Natrons. — Natrometrum, das Natrometer,ein von Pesier componirter Apparat zur Prüfung der Pottasche und