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Hennig's Commentar und Wörter-Buch zu allen Pharmacopöen : ein unentbehrliches Hülfsbuch für Ärzte und Apotheker sowie für Studirende der Medicin und Pharmacie zum richtigen Verständniss jeder Landes-Pharmacopöe
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Faba — Facticius.

F.

Faba, ae, f., die Bohne; z, B. fabae albne, weisse Bohnen, der Sa-men von Phaseolus nana u. vulgaris L. — Fabaceus, a, um, adj., ausBohnen.

Fabae febrifttgae. v. Indicae, v Fahne St. Tgnatii.

"' Fabae tibidibi (Siliquae Libidibi ), Lihidibischote.

Fabae Macis (Pecuris, Pecario ), v. fabae Pichurim.

* Fabae St. Tgnatii, Sr. Ignazhohne, v. Stiijchos Ignatii Berg., Ignaz-* Krähenauge ( Ignatia amara L., biltere Fiebernuss) (5. Cl. 1. 0.; nat.Fam. Apocyneae Juss. Strychneae HC). Ein ziemlich hoher Baum derPhilippinischen Inseln, in dessen birnfürmigen Fruchten die Samen, Ig-nazbohnen , liegen. Der Hauptbestandteil der Ignazbohne ist milchsauresStrychnin, auch enthält sie etwas Brucin. Die Ignazhohnen sollen einenHauptbestandteil des berühmten W e i t z'sehen Geheimmittels gegen Epi-lepsie ausmachen u. wurden von dem Jesuiten Cum ei 11 zuerst bekanntund nach dem Stifter dieses Ordens benannt.

Fabae Pichurim majoren et minores, grosse u. kleine Pichu-rim-Bohnen von Ocotea Puchury major Marl., grosser Puchurybaum(9. Cl. 1. 0.; Laurineae nat. Fam.), u. Ocotea Puchury minor Mart.Beide Bäume, wovon der erstere die grosse, letzterer die kleine Pichu-rimbohne in ihren Samen liefert, wachsen in den Wäldern von Rion e g ro u. Yupu ra.

Fabae Tonco, Tonkobohnen, die Samen v. lUpterix odorata Willd.(Baryosma Tonga Giirtn. et Pers. Coumarouna odorata Aublet.) (17.Cl. 4.O.; Leguminosae - Geofreae nat. Fam.), eines 60 Fuss hohen süd-amerikanischen Baumes. Zwischen den beiden Samenlappen des Kernesund auf diesem findet sich häufig eine kristallinische (benzoesäurear-tige) Substanz von Steinkleegeruch, welche Coumarin genannt wurde.(Es ist diese auch im Steinklee, Waldmeister u. im Anthoxanthum odo-ratum enthalten.) Bis jetzt beschrankt sich der Gebrauch der Tonkoboh-nen blos darauf, dem Schnupftabak einen angenehmen Geruch zu geben.

Fabrica, ae, f., die Fertigung, Bildung die Fabrik, Werkstatt; z. B.fabrica chemica, die chemische Fabrik. — Fabricätio, Önis, f., dieVerfertigung. — Fabricätus, a, um, adj., verfertigt, gebildet.

Fabricius (Juli. Christ.), vom. propr. eines Entomologen, Professorder Naturgeschichte zu Kiel, geb. 1748, gest. 1808.

Facies, ei, f., das Gesicht, Angesicht, das Ansehen, die Gestalt; dieAussenfläche.

Facile, adv., leicht, ohne Miihe, ohne Schwierigkeit; z.B. minus fa-cile liquescens. weniger leicht schmelzend. — Fäcilior, us (comp. y.facilis). leichter, sehr leicht. — Facllis, e, adj., leicht. — Facilius,adv. (comp. v. facile), sehr leicht, ohne Schwierigkeit. — Faeillime,adv. (superl. v. facile), sehr od. höchst leicht, ohne die geringste Schwie-rigkeil; z. B. in aqua facillime solubilis, in Wasser sehr leicht löslich.— Facillimus, a, um, adj. (superl. v. facilis), sehr od. höchst leicht.

Facio, feci, factum, ere, thun, machen, bereiten, bewirken.

Facticius (factitius), a, um, adj., gemacht, nachgemacht, künstlich,künstlich hervorgebracht; z. B. rejiciatur graphites facticius , zu verwer-fen ist der künstliche Graphit,